Streit um Förderung in Allentsteig. FPÖ Allentsteig präsentierte Kandidaten und schießt gegen Bürgermeister: Förderung für Lichtspiele seien im Sand verlaufen. „Stimmt nicht“, kontert Koppensteiner.

Von Markus Füxl. Erstellt am 13. Januar 2020 (17:25)
Eva-Maria Kainz, Spitzenkandidat Alois Kainz und Johann Junek wollen die vier Mandate im Allentsteiger Gemeinderat halten.
Markus Füxl

Mit harten Bandagen kämpft die Allentsteiger FPÖ mit Spitzenkandidat Alois Kainz im aktuellen Gemeinderatswahlkampf. „Wir sind die besseren Politiker für Allentsteig“, sagte Kainz bei einem Pressegespräch.

So habe die ÖVP mit Bürgermeister Jürgen Koppensteiner jahrelange Forderungen der FPÖ aufgegriffen, etwa die Schaffung eines Campingplatzes. Auch das „Juwel“ Allentsteig , der Stadtsee, würde nicht entsprechend gut behandelt, kritisiert Kainz: „Wir fordern eine Erhöhung der Planungskosten und mehrere Fördermöglichkeiten. Mit den eingeplanten 108.000 Euro kann man dort nur herumkratzen und nicht stemmen, was notwendig wäre“, spielt der Stadtrat auf eine überfällige Sanierung an.

"Wir sind in ständigem Kontakt"

Außerdem würden viele Katastralgemeinden wie Stiefkinder behandelt, etwa bei Kanal-Verschmutzungen, bei denen die Orte die Unterstützung des Bauhofes bräuchten. Im Budget fehle Kainz Geld für die Löschteiche in Zwinzen und Bernschlag.

Die Förderung von 12.000 Euro an den Verein „aL!VE“ für die Sanierung der Lichtspiele sei „im Sand verlaufen“, so Kainz. Stimmt nicht, kontert Koppensteiner: „Der Verein hat bereits den Stiegenaufgang saniert. Wir sind in ständigem Kontakt, die Arbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein.“

Die besten Freunde dürften Koppensteiner und Kainz nicht mehr werden. So hatte der FPÖ-Spitzenkandidat 2019 eine Aufsichtsbeschwerde gegen den ÖVP-Bürgermeister eingereicht. Der Grund: „Es wurden überplanmäßige Ausgaben von 217.250 Euro getätigt, ohne dass der Gemeinderat über die Gelder eine Entscheidung treffen konnte“, sagt Kainz. Koppensteiner sagt dazu: „Die FPÖ patzt andere an, anstatt für die Stadt zu arbeiten. Sie wollen andere schlecht machen und präsentieren keine Lösungen.“

Zu viele Fischer, zu wenige Karpfen?

Zum geplanten Wahlziel sagt Kainz: „Es wäre schon ein Gewinn, wenn wir die vier Mandate halten.“ Dabei spielt er auf die neue Bürgerliste an: „In einem Karpfenteich gibt es nur eine gewisse Anzahl von Karpfen. Jetzt sitzt ein Fischer mehr dabei.“