Nichte missbraucht, acht Jahre Haft. Waldviertler (52) soll sich über mehrere Jahre an unmündigem Mädchen vergangen haben.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 27. Januar 2021 (05:47)
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Augenscheinlich zum lieben und fürsorglichen Onkel der heranwachsenden Nichte der Lebensgefährtin wurde ein Arbeiter aus dem Bezirk Zwettl. Dass hinter der Herumtollerei mehr steckte, wurde erst Jahre später ruchbar: Im Sommer 2016 soll der damals 48-Jährige, laut Staatsanwalt Franz Hütter begonnen haben, das damals zwölfjährige Mädchen sexuell zu belästigen.

Im Auto, auf dem Feld oder Waldboden, im Stall oder auf dem Hochstand habe er sich der 12-Jährigen unzüchtig genähert und Beischlaf gleichzusetzende Handlungen durchgeführt. Die sexuellen Übergriffe - im Schnitt drei mal pro Woche - endeten im Jänner 2018, führte der Ankläger aus und forderte eine strenge Strafe. Nach einem umfangreichen Beweisverfahren des Kremser Schöffensenates unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde der heute 52-Jährige wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und dem Besitz von Pornobildern Minderjähriger (der Waldviertler hatte sich Pornobilder verschafft, besessen und gespeichert) für schuldig befunden. Der Schöffensenat verhängte über den bislang unbescholtenen Arbeiter eine achtjährige Gefängnisstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Dem traumatisierten Opfer, das nach dessen Anwältin, erst im Teenageralter die Schandtaten realisiert habe und sich in Psychotherapie befindet, wurde ein Teilschmerzensgeld von 3.000 Euro zugesprochen.