Waldviertler bedrohte Ehefrau und Sohn mit Flinte. „Sie hat mi nach dem Wirtshausbesuch wieder ang‘raunzt“, erklärte Rentner Wutausbruch.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 29. Juni 2020 (12:26)
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„An dem Tag war i scho a bissl ferngesteuert nach dem Wirtshausbesuch. Als sie mich deswegen wieder ang‘schnauzt hat, kann i des schon g‘sagt haben“, gab ein Pensionist (70) vor Gericht zu, seine Noch-Ehefrau mit dem Erschießen bedroht zu haben.

„Wo gehst hin, wenn es nicht passt - ins Wirtshaus“

Dass er zur Untermauerung der Drohung mit einer Schrotflinte hantierte und in der Folge den alarmierten Sohn damit abhalten wollte, die Polizei zu alarmieren, wollte er alkoholbedingt nicht mehr so genau wissen. Auch nicht, dass er seiner Gattin einmal ein Veilchen verpasst hat.

Es folgte ein bitteres Fazit des Rentners über sein Eheleben: „Ich habe viel gearbeitet und manchmal getrunken. Sie hat mich 49 Jahre belogen und betrogen. Die Ehe hat net gepasst. Des hat schon am Standesamt ang‘fangen. Wo gehst hin, wenn es nicht passt - ins Wirtshaus.“ Nun lebe er getrennt und sei ausgezogen und habe ein Waffenverbot, erzählte er und legte letztlich ein holpriges Geständnis ab.

Der bislang unbescholtene Waldviertler wurde wegen schwerer Nötigung und Körperverletzung zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Die Schrotflinte wurde eingezogen.