Haft für Bankräuber: "Will Leben in Griff bekommen". Wegen Geldsorgen griff Suchtkranker (26) zu Spielzeugwaffe und raubte, sich entschuldigend, Bank in Göpfritz an der Wild aus.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 20. Dezember 2017 (05:00)
Hahslinger
Dominik M. nahm die vierjährige Gefängnisstrafe an.

„Ich war so nervös“, schildert der 26-jährige Arbeiter Dominik M. aus Horn vor Gericht, wie er am 25. Oktober dieses Jahres bibbernd in seinem Wagen vor der Raiffeisenbankfiliale in Göpfritz an der Wild gesessen sei. Dann habe er sich überwunden, zur Tarnung einen Vollvisierhelm aufgesetzt und in der Bank mit einer Spielzeugpistole die drei Angestellten bedroht und Geld gefordert. Er habe 16.150 eingesackt und sei dann geflüchtet, erzählt er.

Nach fünf Stunden verhaftet

NÖN
Verteidiger Normann Hofstätter erkämpfte für den Bankräuber ein mildes Urteil.

An der Beute konnte sich der Lagerarbeiter aber nur kurz erfreuen: Nur fünf Stunden nach der Tat wurde der 26-Jährige von Beamten der Polizeiinspektion Horn verhaftet und das geraubte Geld, versteckt in der Wohnung seiner Mutter, sichergestellt.

„Ich habe mehr Geld für die Drogen gebraucht, als ich verdient habe. Dann ist mir noch das Auto eingegangen und mein Vater borgte mir Geld. Als die Frist für die Rückzahlung des Darlehens auslief, wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen“, kommt es leise von dem Suchtkranken, der sich im Gerichtssaal bei den Bankangestellten entschuldigt: „Es tut mir leid, dass ich Sie so erschreckt habe.“

"Will Leben wieder in Griff bekommen"

„Schon beim Überfall hat er sich entschuldigt“, bestätigt eine Bankangestellte und erinnert sich noch an die Worte des Räubers: „Es tut mir leid, aber ich brauche Geld.“

„Es tut mir wirklich leid. Ich will clean werden und mein Leben wieder in den Griff bekommen“, bittet der vorbestrafte Horner um ein mildes Urteil, um eine letztmalige Chance. Es setzt ein moderates Urteil: vier Jahre Gefängnis. Rechtskräftig.