Megaprojekt steht in den Startlöchern. Kläranlage Göpfritz wird saniert. Kosten: 1,7 Millionen Euro. Gutes Wirtschaften in der Vergangenheit machte sich bezahlbar.

Von Markus Füxl. Erstellt am 01. April 2021 (05:20)
Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun will 1,7 Millionen in die Sanierung der Kläranlage investieren. Die bestehenden Belebungsbecken werden um die alten Nachklärbecken vergrößert und ein neues Rundnachklärbecken wird errichtet.
NOEN, Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun will 1,7 Millionen in die Sanierung der Kläranlage investieren. Die bestehenden Belebungsbecken werden um die alten Nachklärbecken vergrößert und ein neues Rundnachklärbecken wird errichtet.

ÖVP-Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun feilt an einem Großprojekt für die Gemeinde: Bereits im April soll der Startschuss für die Erneuerung der Kläranlage in Göpfritz starten.

Der Grund: „Die Kläranlage ist über 40 Jahre alt und war nicht mehr auf dem Stand der Technik“, erklärt die Bürgermeisterin im NÖN-Gespräch. Insgesamt werden 1,7 Millionen Euro investiert. Die bestehenden Belebungsbecken werden dabei um die alten Nachklärbecken vergrößert und ein neues Rundnachklärbecken wird errichtet. Das Betriebsgebäude wird thermisch saniert. „Das wird eine komplexe Baustelle, weil gleichzeitig der Betrieb nebenbei weitergehen muss“, sagt Riedl-Weixlbraun.

„Auch weil wir in den Vorjahren große Projekte bereits umgesetzt haben, konnten wir 2020 den Ball flach halten.“ Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun zur finanziellen Situation in der Gemeinde

Gut gewirtschaftet. Trotz der angespannten Situation mit Corona stehe die Gemeinde finanziell gut da: Zwar gingen 2020 die Ertragsanteile um 104.000 Euro im Vergleich zum Jahr davor zurück, allerdings konnte das Investitionspaket seitens des Landes in Höhe von 190.000 Euro einiges abfedern, erklärt die Bürgermeisterin: „Auch weil wir in den Vorjahren große Projekte bereits umgesetzt haben, konnten wir 2020 den Ball flach halten.“ So wurde etwa ein Betriebsgebiet samt Rückhaltebecken neu aufgeschlossen sowie der Zubau der Volksschule und der Glasfaserausbau auf Schiene gebracht.

LED-Umstellung und Grüninseln. Trotzdem herrscht in Göpfritz kein Stillstand: So wurde bereits mit Umbauarbeiten der Schlossgasse begonnen: „Hier sind Grüninseln mit Bäumen geplant, wir wollen das komplett neu anlegen“, erklärt Riedl-Weixlbraun. Außerdem wird wieder in Straßen in mehreren Katastralgemeinden finanziert. Der nächste Startschuss für ein großes Projekt fällt noch im Frühling: Dabei soll die Beleuchtung im gesamten Gemeindegebiet auf LED umgestellt werden, Kostenpunkt: 258.000 Euro. Das Projekt soll 2022 abgeschlossen werden.

Darüber hinaus tritt die Gemeinde noch heuer in die konkrete Planungsphase für die Sanierung des Kulturstadls, die NÖN hatte berichtet.

Etwas Positives hat Corona dann doch, erklärt die Bürgermeisterin: „Immer mehr Private und Betriebe wollen bei uns bauen. Wir sind massiv dran, Bauplätze zu widmen.“ So wurden in Scheideldorf zuletzt 13 Plätze umgewidmet, in Göpfritz laufen aktuell Verhandlungen mit Grundeigentümern.