Altbürgermeister Franz Gressl ausgezeichnet. Landeshauptfrau brachte Franz Gressl Goldenes Ehrenzeichen mit, Gemeinde dankte mit dem Goldenen Ehrenring.

Von René Denk. Erstellt am 16. Oktober 2019 (08:24)

Eine fast perfekt gelungene Überraschung erlebte Altbürgermeister Franz Gressl: In feierlichem Rahmen wurden dem politischen Urgestein der Gemeinde hohe Auszeichnungen zu Teil.

„Nach längerem Krankenhausaufenthalt und langer Genesung hast du dir den Rücktritt nicht leicht gemacht. Du bist sehr wehmütig gegangen“, betonte Nachfolgerin Silvia Riedl-Weixlbraun. In perfektem Zusammenspiel mit Vizebürgermeister Werner Scheidl seien in den neun Jahren als Bürgermeister viele Projekte, wie Umbau und Restaurierung des Schlosses, Glasfaserverkabelung für schnelles Internet, Probenraum mit Top-Ausstattung für den Musikvereins Scheideldorf oder der Bau des neuen Nahversorger-Gebäudes verwirklicht worden.

"Miteinander im Mittelpunkt"

Für seine „ruhige, besonnene und sonnige Art“ lobte ihn auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Alle Spitzen der Region sind heute zusammengekommen“, hob die Landeshauptfrau die Größe der Veranstaltung in der ehemaligen Kapelle und dem heutigen Gemeindefestsaal hervor. 29 Jahre saß Gressl im Gemeinderat, er holte 2010 als Spitzenkandidat die ÖVP- Mehrheit zurück. „Du hast das Miteinander in den Mittelpunkt gestellt“ bescheinigte ihm Mikl-Leitner die besondere Leistung, dass in seiner Amtszeit 90 Prozent der Gemeindersatsbeschlüsse einstimmig erfolgten.

Die Marktgemeinde Göfpritz zeichnete Franz Gressl mit dem Goldenen Ehrenring aus. Die Landeshauptfrau verlieh dem Altbürgermeister das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, das „ein Stück auch deiner Lebensgefährtin, deiner Tochter und deinen Enkelkindern gehört“, meinte Mikl-Leitner.

Ungewöhnlich dabei: normalerweise wird diese Auszeichnung nur im Landhaus St. Pölten verliehen. In seiner Dankesrede betonte Gressl, dass er nach schwerer Krankheit und dem Tod seiner Gattin 2007 politisch aufhören wollte. „Sehr dankbar“ war Gressl, dass beim politischen Wechsel mit der SPÖ „keine unüberwindbaren Gräben aufgerissen“ wurden und für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat.