Neuer EPS-Betriebsstandort um vier Millionen Euro. Die Firma „EPS Electric Power Systems GmbH“ des gebürtigen Arbesbachers Josef Frühwirth und seiner Tochter Stefanie wird am Betriebsareal Dietmanns vier Millionen Euro investieren. Der Spatenstich für die neue Firmen-Zweigstelle mit modernsten Büro-, Lager- und Produktionsflächen erfolgte am 8. Mai.

Von Karin Pollak. Erstellt am 08. Mai 2020 (14:42)

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Maria Anzbach und der Zweigstelle in Groß Gerungs beschäftigt derzeit 31 Mitarbeiter und hat sich als Gesamtanbieter von Rechenzentren und Serverräumen spezialisiert. IT-Infrastruktur und Stromversorgung werden geplant, errichtet und servisiert und das sehr erfolgreich im zentraleuropäischen Raum. Zur Unternehmensgruppe gehört auch die Bajavas Immo- und Services-GmbH und ein weiterer Standort in Straubing (Deutschland). Zu den Kunden zählen namhafte Konzerne und  öffentliche Betriebe.

Die Zweigstelle in Groß Gerungs, die Josef Frühwirth von seinem damaligen Lehrherrn, dem Elektriker Laister, übernommen hat, wurde komplett umgebaut und ist platzmäßig zu klein geworden. Daher wurde 2017 das über zwei Hektar große Areal im Betriebsgebiet Dietmanns angekauft. Jetzt wird der Neubau in Angriff genommen.
Das neue viergeschossige Gebäude errichtet die Groß Gerungser Firma Zauner. Zulieferer kommen ebenfalls aus der Region, wie die Fenster direkt von der benachbarten Tischlerei Dorn.
„Ich baue überhaupt auf Waldviertler Mitarbeiter. Auch in Maria Anzbach sind vorwiegend Waldviertler beschäftigt“, betont Firmenchef Josef Frühwirth, der von Bürgermeister Maximilian Igelsböck als „Vorzeigebeispiel“ bezeichnet worden ist: „Er ist hier großgeworden, auch in seinem Beruf. Jetzt kehrt er wieder groß ins Waldviertel zurück. Auf diesen Neubau haben wir als Gemeinde auch hingearbeitet, sogar  die Widmung wurde dafür angepasst.“

„Wir schätzen die Handschlagqualität der Waldviertler, sind von hier aus schnell in Linz und Wien. Uns war wichtig, gerade in der Corona-Krise Arbeitsplätze zu sichern und auszuweiten. Davon profitieren alle“, zeigte Stefanie Frühwirth auf.
Für ihren Vater sei dieser Neubau ein Schritt in die Zukunft: „Man muss täglich lernen und auf ewig planen, das gilt für einen privat als auch für eine Firma. Es geht nur nachhaltig.“
Diese Investition sei nur durch den internationalen Erfolg der Firma EPS möglich gewesen, aber auch in der Region hat diese Firma zahlreiche Kunden, wie Pollmann und die Firma Brandweiner aus Sitzmanns – das hob Abgeordneter Lukas Brandweiner bei seiner kurzen Ansprache hervor.

Auf dieser Baustelle wird bereits gearbeitet. Laut Bauleiter Christoph Hofstätter von Zauner-Bau und Statiker Christian Laister von der Zwettler Firma Zehetgruber+Laister-ZT-GmbH, er ist auch Vizebürgermeister in Groß Gerungs, erfolgt die Errichtung der Stützmauern, danach der Keller und das Erdgeschoß. Bis Ende September sollte die Hülle mit Sandwichpanellen verkleidet sein. Auf Energieeffizienz wird dabei ein Hauptaugenmerk gelenkt: „Für das Kühlsystem wird das Regenwasser verwendet, die Wärme wird durch Betonkernaktivierung produziert“, erklärt Frühwirth.