Stadl ist seit Mai ständig gewachsen. Der Selbstbedienungsladen am Kreuzberg in Groß Gerungs hat schon viele Stammkunden und 40 Zulieferer.

Von Karin Pollak. Erstellt am 10. Januar 2021 (04:46)
Der im Mai eröffnete Selbstbedienungs-Hofladen in Groß Gerungs von Ronald Binder aus Oberneustift läuft sehr gut. Es gibt schon viele Stammkunden und mittlerweile 40 Zulieferer.
privat

Vom Erfolg des im Mai eröffneten Selbstbedienungsladen „Stadl“ in Groß Gerungs ist der Betreiber Ronald Binder aus Oberneustift mehr als überrascht. „Corona hat da vermutlich auch einiges dazu beigetragen“, meint der engagierte Landwirt.

Der Selbstbedienungsladen sei in den wenigen Monaten gewachsen: „Anfangs hatten wir 30 Direktvermarkter, die ihre Waren anbieten. Mittlerweile sind es 40 und jetzt können wir alles anbieten, was man zum Leben braucht, regional versteht sich“, zeigt Binder auf.

Wichtig sei ihm diese Regionalität: „Fast alle Direktvermarkter kommen aus der Region, der weitest entfernte Zulieferer kommt aus dem Raum Hollabrunn, er liefert Chilli-Produkte, die wir in der Region nicht haben.“

Und genau diese Regionalität dürften die Kunden des Ladens am Kreuzberg auch schätzen. „Wir haben sehr viele Stammkunden. Am häufigsten werden Eier, Brot, Milch und Nudeln gekauft, vor allem am Wochenende“, zeigt Binder auf. Auch das den Kunden gegenüber entgegengebrachte Vertrauen werde nicht enttäuscht: „Die Kassa passt.“

Ronald Binder, der täglich im Stadl nach dem Rechten schaut, ist die Zufriedenheit der Kunden das Um und Auf: „Gerade in Coronazeiten wird der kontaktlose Einkauf geschätzt. Ich bemerke immer wieder, dass Kunden vor dem Laden warten, bis sie alleine im Geschäft sein können.“ Die Kunden würden dazu auch die Öffnungszeiten, der Laden ist täglich von 5 bis 22 Uhr geöffnet, ausnutzen.

Neues Kassasystem ist in Planung

Er betreibt mit seiner Gattin Nicole einen Bauernhof in Niederneustift, wo es derzeit 45 Freilandschweine gibt. „Das Fleisch verkaufen wir ab Hof und produzieren daraus auch Aufstriche und dergleichen. Diese bieten wir in unserem Stadl an. Aber wegen der vielen Voranmeldungen bleibt für den Selbstbedienungsladen oft gar nichts übrig“, so der Landwirt.

Ein weiterer Selbstbedienungsladen sei trotz des großen Erfolges nicht geplant – dafür fehle einfach die Zeit. Das Ehepaar Binder trägt sich aber mit dem Gedanken, im „Stadl“ ein neues Kassensystem zu installieren. „Viele Kunden wollen bargeldlos bezahlen, das geht aber derzeit nicht.“ Wann diese Umstellung kommt, sei noch offen.