Wechsel im Vianko - Generation rückt nach. Konstantin Krammer übernimmt Lokal, Neueröffnung am 4. Juli.

Von Markus Füxl. Erstellt am 02. Juli 2020 (05:18)
Konstantin Krammer übernimmt das „Vianko“ von seinen Eltern, Peter und Theresia. Der Neustart findet am 4. und 5. Juli statt.
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Eine neue Ära beginnt für das „Vianko“ ab Juli: Peter und Theresia Krammer gehen in den Ruhestand, Sohn Konstantin übernimmt das Lokal.

Der 31-Jährige arbeitete nach seiner Schulzeit mehrere Jahre im Loisium in Langenlois, später beim Weingut Jurtschitsch. Dabei absolvierte er die Ausbildung zum Jungsommelier und Sommelier-Österreich. Woher die Begeisterung für Wein kommt? „Wein ist ein Geschichtsbuch, ein Blick in die Vergangenheit. Mich fasziniert die Vielfalt: Wie war der Jahrgang, wer hat mitgearbeitet, was riecht man? Jeder kennt einen Grünen Veltliner, aber nicht jeder davon schmeckt gleich“, erklärt Krammer.

„Wein ist ein Geschichtsbuch und ein Blick in die Vergangenheit. Wie wurde gearbeitet, wie war der Jahrgang, was riecht man heraus?“ Sommelier Konstantin Krammer

Während seiner Ausbildung bekam er die Chance, mit Freunden auf einem Weingut in Australien zu arbeiten. Dort lernte er die australische Weinkultur kennen, später verschlug es ihn nach Zwettl. Dort wechselte er kurzfristig vom Wein zum Bier: „Ich durfte ein Praktikum bei der Privatbrauerei Zwettler absolvieren. Das war ein geniales Erlebnis“, erinnert sich der Groß Gerungser. So war er etwa beim Fest „waldviertel pur“ in Wien ebenso mit dabei, wie mit Hopfenbauern oder in der Bierwerkstatt in Gmünd.

Kegelbahn bleibt weiter Schmuckstück

Aktuell absolviert Krammer sein Masterstudium für Angewandtes Unternehmensmanagement. Für den Neustart möchte er den Besuchern eine große Weinkarte bieten. „Ich möchte auf dem bestehenden Angebot aufbauen, mir ist die Vielfalt wichtig“, erklärt Krammer.

Auch im hinteren Bereich des Lokals setzt er weiter auf Tradition: So soll die Kegelbahn erhalten bleiben: „Ich möchte sie in Richtung Nostalgiekegeln präsentieren. Immerhin hat sie schon 50 Jahre auf dem Buckel und läuft noch immer mit derselben Technik.“

Als längerfristiges Ziel möchte Krammer den großen Garten hinter dem Lokal nutzen. „Vielleicht findet heuer noch eine kleine Pop-Up-Veranstaltung statt“, sagt er. Die reduzierte Küche dürfte in absehbarer Zeit so weiterlaufen, aber: „Ich plane natürlich, in das Lokal zu investieren. Bei uns soll man sich wohl fühlen. Die Basis ist und bleibt die Bar“, sagt Krammer.