‚Fabelhafte‘ Einlagen bei Erzählkunstfestival. Ein japanischer Schlangenmensch, orientalische Geschichten und Akrobatik standen in Großhaselbach auf dem Programm.

Von René Denk. Erstellt am 18. Juni 2019 (16:28)
René Denk
Die Lange Nacht der fantastischen Geschichten in Großhaselbach: Die Künstler Klaus Adam, Tom & Ayla, Alex Barti, Charlotte Blake Alston, Peter Gößwein, Rafael Sotomayor und Kate Stone, Shun Sugimoto und Folke Tegetthoff mit Intendantin Tessa Tegetthoff und dem Europa in Schwarzenau Team Irene Burgstaller, Uli Künzel, Wolfgang Leidenfrost, Pia Söndergaard und Johann Hinterleitner mit Bundesratsabgeordneter Andrea Wagner, Bürgermeister Karl Elsigan und Vizebürgermeister Reinhard Poppinger.

Zum dritten Mal gastierte in der Gemeinde Schwarzenau das Erzählkunstfestival von „fabelhaft Niederösterreich“ am 14. Juni.

Während Schulklassen in zwei Vorführungen am Vormittag die Matinee der Geschichten im Kulturstadl des Gasthofes Döller aufgeführt wurden, wurde am Abend zur „Langen Nacht der fantastischen Geschichten“ geladen. Folke Tegetthoff und Intendantin Tessa Tegetthoff boten dabei wieder tolle Künstler, die den Besuchern nahezu Unglaubliches bieten konnten.

Geschichte über  Brustwarzen

Bürgermeister Karl Elsigan freute es, dass man im Rahmen der Aktion „Europa in Schwarzenau“ das Festival wieder in Groß Haselbach begrüßen konnte und betonte die gute Partnerschaft, die man mit dem Erzählkunstfestival habe.

Auch Folke Tegetthoff freute sich, in Schwarzenau das Festival abhalten zu dürfen. Man habe auf das Land Deutschland beim Festival bewusst Rücksicht genommen, weil es auch gerade im Fokus von „Europa in Schwarzenau“ steht und habe bewusst viele Künstler von dort mit dabei. Bundesratsabgeordnete Andrea Wagner stellte das bewusste Zuhören in den Mittelpunkt, welches Aufmerksamkeit und Wertschätzung für das Gegenüber zeige.

Eine Geschichte über die Bewegung lieferten die Akrobaten Tom und Ayla ab, die die Besucher in Staunen versetzten, bevor der Deutsche Klaus Adam eine humorige Geschichte aus dem Orient erzählte. Und zwar von einem Jungen, der verzweifelt weinte und meinte, zur Hälfte Frau zu sein, weil er Brustwarzen habe.

Der Deutsche Peter Gößwein erzählte — auch musikalisch mit Keyboard — die Geschichte von „Marmor, Stein und Eisen“ bevor der dänische Marionettenspieler Alex Barti das Publikum in das nächste große Staunen führte: Mit dem Zeigefinger zeigte er, blätterte er Notenblätter um, während er auch den „Stinkefinger“ zeigte. Dabei rollte er mit den Augen, hob die Augenbrauen oder zeigte die Zunge – Tegetthoff, der durchs Programm führte, übertrieb nicht, als er Barti als Künstler mit „unglaublicher Präzision“ ankündigte. Barti erntete für seine humorige Kunst dabei wahrscheinlich den größten Beifall des Abends.

Artist aus Japan begeisterte die Gäste

Zum Schluss stand der Japaner Shun Sugimoto auf dem Programm. Der „durchtrainierte Schlangenmensch“ glänzte mit athletischen Top-Einlagen, in die er auch Breakdance-Elemente verpackte. Als Zugabe hatte er nur mit den Händen Bodenkontakt, wobei er die Füße über die Schulter legte und sich 14 Mal in die Höhe schwang, um Klatschen zu können.