Glasfaser auf Schiene gebracht. Neues Bauland, Volksschul-Sanierung und Auftrags-Vergabe für Glasfaserausbau in Gutenbrunn beschlossen.

Von Karin Pollak. Erstellt am 30. Mai 2020 (05:31)
Mit genügend Abstand tagten die Gemeinderäte im Café Hofer in Gutenbrunn.
privat

22 Tagesordnungspunkte arbeitete der Gemeinderat bei seiner Sitzung am 22. Mai im Cafe Hofer ab, darunter auch die Vergabe der Arbeiten für den Glasfaserausbau in Gutenbrunn, der in den nächsten Tagen startet.

„Den Auftrag erhielt die Firma Leyrer + Graf. Die Kostenschätzung inklusive der Projektentwicklung beläuft sich auf rund 736.000 Euro“, betont SP-Bürgermeisterin Adelheid Ebner.

Es wird auch neues Bauland geschaffen. Dafür wurde ein rund 11 Hektar großes Areal vom Gut Habsburg-Lothringen um 219.000 Euro angekauft. Sechs Bauplätze können auf der „Beamtenwiese“ und zwei am „Barackengrund“ geschaffen werden. Interessenten gibt es laut Ebner schon dafür. Ein Bauplatz wurde an Salzburger verkauft. Weiters konnten drei Gemeindewohnungen vergeben werden.

Volksschule wird modernisiert

In der Volksschule werden die Elektroinstallationen und die WC-Anlagen saniert (Kosten 10.000 Euro), außerdem wurden die Fenster und Türen für das neue Vereinhaus der Eisstockschützen vergeben (14.000 Euro). Die Mitglieder übernehmen die Dachdeckung, das Material um 6.000 Euro wurde angekauft. Das neue Gebäude soll im Herbst fertig sein.

Der Rechnungsabschluss 2019 ergab im außerordentlichen Haushalt einen Überschuss von 24.000 Euro, der ordentliche Haushalt ist ausgeglichen. Die Schulden konnten um 136.100 Euro reduziert werden, der gemeinderelevante Schuldenstand beträgt nun 459.000 Euro. Der größte Schuldenteil entfalle auf den Kindergarten, der 2017 eröffnet wurde, betont Ebner.

Nachdem ein Gemeindemitarbeiter, der 30 Stunden angemeldet ist, einen Vollzeitjob möchte, wurde für diesen ein Nachfolger gesucht. Es gab vier Bewerber. Aufgenommen wurde SP-Gemeinderat Erwin Barth.

Der Resolution „Rettung der Gemeindeleistungen“ trugen zwei ÖVP-Mandatare nicht mit. „Die Gemeinden sind große Sozialträger. Da die Ertragsanteile rasant runterrasseln werden, brauchen wir finanzielle Unterstützung des Bundes. Daher haben wir diese Resolution verabschiedet“, erklärt Ebner. Die ÖVP verwies auf bereits geplante Bundesunterstützungen für Gemeinden.