Heller und günstiger. LED-Straßenbeleuchtung / In der Stadtgemeinde Zwettl wird derzeit sukzessive auf die neuen, energiesparenden Lampen umgestellt.

Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, Markus Füxl
Gemeinderat Franz Löschenbrand, gleichzeitig Energiebeauftragter der Stadtgemeinde Zwettl, vor einer LED-Straßenbeleuchtung vor dem Gemeindeamt.
Von Markus Füxl

ZWETTL / Bis 2015 soll die Straßenbeleuchtung in Österreich auf LED-Lampen umgestellt werden. Im Bezirk und in der Gemeinde Zwettl ist das zum Teil schon geschehen.

So wurde etwa in der Katastralgemeinde Koblhof bereits im November komplett auf LED umgestellt. Gemeinderat und Energiebeauftragter Franz Löschenbrand: „Bis jetzt hat es dazu noch keine negativen Stimmen aus der Bevölkerung gegeben. Es ändert sich vom Licht her auch nicht so viel. LED-Lampen sind einfach ein wenig stärker und heller. In Koblhof haben wir vor der Umstellung den Stromverbrauch gemessen und sind auf ungefähr 1.300 Watt gekommen, nachher waren es 289 Watt. Diese Einsparung von fast 80 Prozent spricht meiner Meinung nach für sich.“ Bei einer jährlichen Leuchtdauer bei der Straßenbeleuchtung von etwa 4.000 Stunden entspricht das einer Einsparung von insgesamt 4.000 kWh.

Bedarfsorientierte Beleuchtung im Test

Auch in der Waldrandsiedlung Stift Zwettl ist man gerade dabei, veraltete Lampen auf LED umzustellen. So ist dort auch schon über die Hälfte der Straßenbeleuchtung ausgewechselt. „In Zwettl hat man die energiesparende Variante in der Kesselbodengasse getestet. Auch die Lampen vor der Gemeinde sind auf LED umgestellt. Derzeit ist aber eine bedarfsorientierte Lösung für Wohnsiedlungen im Gespräch“, erklärt Löschenbrand. Hier wird ab 22 Uhr die Beleuchtung auf ein Minimum gedimmt. Meist liegt dieses zwischen 50 und 10 Prozent der ursprünglichen Leuchtkraft. Sobald der Bewegungssensor einen Fußgänger oder ein Fahrzeug in der Umgebung erfasst, wird die Beleuchtungsstärke erhöht. „Dieses Modell wollen wir in nächster Zeit testen und sehen, wie das bei der Bevölkerung ankommt und mit welcher Energieeinsparung man tatsächlich rechnen kann“, meint Franz Löschenbrand.

Einsparung bis zu 80 Prozent 

Grundsätzlich sei die Umstellung auf LED zwar kostspielig, der Energievorteil werde aber gerade über längere Zeiträume hinweg deutlich. So kann man in der Regel mit einer Einsparung von zwischen 30 und 60 Prozent rechnen. Bei veralteten Lampen, wie in Koblhof, steigt der Wert auf bis zu 80 Prozent.

NOEN, Markus Füxl
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In der Stadtgemeinde Zwettl hat man dazu mit der EVN einen Lichtservicevertrag abgeschlossen und somit die öffentliche Beleuchtung ausgelagert. „Das kommt vermehrt vor, dass die Straßenbeleuchtung ausgelagert wird. Hier spielt sicherlich der Sicherheitsaspekt für die Gemeinde eine Rolle. Vor allem aber kann man dadurch die Kosten relativ gut planen. Die Gemeinde will natürlich den schönsten Lichtpunkt, das Lichtservice der EVN möchte möglichst billig tauschen. Man muss sich halt letztlich einigen“, so Gemeinderat Löschenbrand.