Wilderer schoss Jahrlings-Bock in Moniholz. Jägerschaft auf der Suche nach Wilderer, der in Moniholz einen Rehbock abschoss.

Von Karin Pollak. Erstellt am 26. Mai 2021 (04:06)
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Vermutlich ein Wilderer erlegte diesen gesunden Jahrlings-Bock im Revier Moniholz.
Jägerschaft Moniholz, Jägerschaft Moniholz

Die Jäger im Raum Sallingberg sind schockiert und fassungslos. Der Grund: ein mutmaßlicher Wilderer.

Fakt ist, dass am 20. Mai ein Landwirt aus Moniholz beim Mähen einer Wiese einen erlegten Rehbock gefunden hat. Diesen Fund hat der Landwirt sofort der Jägerschaft gemeldet. „Der Jahrlings-Bock wurde professionell erlegt, dieser war nach einem gezielten Schuss auf der Stelle tot. So einen Zukunftsbock würde kein Jäger schießen“, betont David Kapeller aus Innsbruck. Er ist einer der vier Jagdpächter des Reviers in Moniholz. Der mutmaßliche Wilderer dürfte den Rehbock in der Nacht auf 20. Mai oder zeitig am Morgen dieses Tages erlegt haben. Er ließ den toten Rehbock unberührt in der Wiese liegen.

Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise

„Dieser Vorfall ist der erste in dieser Art und hoffentlich auch der letzte. Wir haben natürlich ein ungutes Gefühl, ein Wilderer kann ein Revier ruinieren“, meint Kapeller, der in Innsbruck ein Logistikunternehmen leitet und seit Jahren gerne ins Waldviertel zur Jagd kommt. „Diese Verbundenheit geht schon auf meinen Großvater zurück“, meint der Jagdpächter, der mit seinen Jagdkollegen eine Belohnung für Hinweise, die zur Überführung des Täters beitragen, ausgeschrieben hat. „1.000 Euro ist uns das schon wert. Wilderei ist kein Kavaliersdelikt.“

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Waldhausen unter 059133/3479100 entgegen.