Kochen wie Paul Bocuse: Stadlhofer schreibt Geschichte. Renate Stadlhofer wurde in Koch-Vereinigung „Euro Toques“ aufgenommen. Frauen sind dort extrem selten.

Von Markus Füxl. Erstellt am 31. Juli 2019 (05:12)
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Renate Stadlhofer wurde in den Koch-Zusammenschluss „Euro Toques“ aufgenommen.

Einen großen Erfolg konnte Renate Stadlhofer vom Wirtshaus Hirsch in Groß Gerungs einfahren. Sie wurde als erste Frau Niederösterreichs in den elitären Kreis der „Euro Toques Österreich“ aufgenommen.

Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von Köchen, die sich auf regionale und naturbelassene Produkte verschrieben haben. „Für mich ist das eine besondere Ehre, vor allem auch, weil es in der Kochbranche wenige Frauen gibt“, sagt Stadlhofer im Gespräch mit der NÖN. In den Euro Toques werden Köche nur auf Vorschlag anderer Mitglieder aufgenommen. Die Nominierung für Stadlhofer kam dabei von Klaus Hölzl, Finalist beim Kochwettbewerb „Junge Wilde“.

Die Euro Toques gibt es in ganz Europa. Gründungsmitglied 1986 war der weltbekannte Koch Paul Bocuse. Um die Aufnahme zu feiern, veranstaltet das Wirtshaus Hirsch am 14. August ab 18.30 Uhr eine Fête Blanche. Dort wird auch Klaus Hölzl ein dreigängiges Menü servieren.

Auch Ketchup soll selbst gemacht werden

Ob sich für Renate Stadlhofer seit der Nominierung etwas verändert habe? „Nicht wirklich, wir kochen seit wir vor drei Jahren geöffnet haben nach den Maßstäben der Euro Toques und werden es auch weiter tun“, sagt sie.

So verwendet sie keine Fertigprodukte, alles wird selbst gemacht – bis auf eines: „Das Ketchup machen wir noch nicht selber. Aber auch das ist bereits in Planung“, sagt Stadlhofer.