Große Trauer um Josef Poinstingl. Der frühere TÜPl-Kommandant Franz Teszar erinnert an seinen Wegbegleiter und Freund.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. April 2021 (11:41)
Josef Poinstingl verstarb im 92. Lebensjahr.
privat

Der ehemalige Landwirt Josef Poinstingl verstarb im 92. Lebensjahr, das Begräbnis fand am 8. April statt. Poinstingl setzte sich für den Erhalt der Brünnlkapelle entscheidend ein. Sein langjähriger Wegbegleiter, der ehemalige TÜPl-Kommandant Franz Teszar stellt seine persönliche Dankes- und Abschiedsworte den NÖN-Lesern zur Verfügung:

„Mit Josef Poinstingl wurde eine markante und bedeutende, tief religiöse und von immer gültigen humanistischen und ethischen Werten, vom Willen zur gedeihlichen Zusammenarbeit sowie von Toleranz, Handschlagqualität und festem Willen gekennzeichnete Persönlichkeit zu Grabe getragen. Sehr bald nach meiner Kommandoübernahme Ende 1997 erschien Josef Poinstingl mit einer kleinen Delegation bei mir und trug mir seinen Herzenswunsch, nämlich die Renovierung der verfallenen Brünnlkapelle in Oberndorf im TÜPl- Gelände vor.

Maiandacht wurde Fixpunkt

Wir renovierten die desolate Brünnlkapelle und errichteten ein kleines Dach direkt über der Heilquell. Um die Kapelle problemlos erreichen zu können, bauten wir einen massiven Steg über das dort befindliche Bächlein. (...) Wir vereinbarten dann noch, dass wir in Zukunft jährlich eine gemeinsam organisierte Maiandacht bei der Brünnlkapelle abhalten würden. Diese gemeinsame Veranstaltung, die zu meiner großen Freude von meinen Nachfolgern übernommen und mit einer Fußwallfahrt von Allentsteig nach Oberndorf noch erweitert wurde, ist inzwischen zur Tradition geworden und es nehmen jedes Jahr einige Hundert Menschen aus Nah und Fern daran teil, die mit Heeresfahrzeugen von außen zur Kapelle nach Oberndorf transportiert werden.

In der Folge entwickelte sich dann sowohl eine sehr fruchtbare Kooperation mit dem TÜPl- Kommando als auch eine ganz enge, kameradschaftliche und von gegenseitiger Hochachtung geprägte Verbindung und Freundschaft zwischen Herrn Poinstingl und mir, die auch nach meiner Pensionierung Ende 2002 nicht erlosch, sondern weiter bis zu seinem Ableben bestand und gepflegt wurde.“