Helikopter lieferte Mastteile für Freileitung zur Baustelle

Derzeit errichtet Netz Niederösterreich eine 110-kv-Freileitung zwischen den Umspannwerken Groß Gerungs und Gmünd. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Jetzt stand auch ein Helikopter im Einsatz

Erstellt am 15. Oktober 2021 | 12:38

„Manchmal führen Stromleitungen auch durch unwegsames Gelände, so auch in der Nähe vom Schloss Rosenau. Hier konnte kein Weg zum Maststützpunkt errichtet werden, sodass beim Mast-Aufbau ein Helikopter zum Einsatz kommen musste“, erklärt Netz NÖ-Sprecher Stefan Zach. „Die Prüfung der Alternativen ergab als technisch und wirtschaftlich sinnvollste Variante den Einsatz eines Helikopters. Aufgrund des großen Gewichts der einzelnen Mastteile brauchen wir hier einen Spezialhubschrauber mit entsprechender Nutzlast.“

Die 110-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken Groß Gerungs und Gmünd wird die 1958 errichtete 110-kV-Einfachleitung ersetzen. (die NÖN berichtete). „Durch die neue Trassenführung und den 110-kV-Ringschluss im nordwestlichen Waldviertel unter Einbeziehung des Umspannwerkes Groß Gerungs erfolgt eine wesentliche Erhöhung der Versorgungssicherheit dieser Region“, ist man bei Netz NÖ überzeugt.

Nach der Inbetriebnahme der neuen 110-kV-Doppelleitung wird die bestehende Leitung mit 124 Masten ab dem kommenden Frühjahr abgetragen.
Seit heurigem Jänner ist man mit der Fundierung der Maste von Gmünd in Richtung Groß Gerungs beschäftigt. Der Seilzug ist noch für den Herbst geplant. Die Inbetriebnahme der neuen Leitung, die über die Gemeindegebiete von Groß Gerungs, Zwettl, Schweiggers, Waldenstein, Hoheneich, Großschönau, Kirchberg am Walde und Gmünd verläuft, dürfte noch heuer erfolgen.

Die 23,3 Kilometer lange Freileitung kostet 16 Mio. Euro, es müssen 83 Gittermasten mit einem Gewicht von rund 1.000 Tonnen versetzt und rund 140 Kilometer Leiterseile montiert werden.