Zwettler Wahrzeichen erstrahlt wieder neu. Die mühsamen Sanierungsarbeiten auf dem Zwettler Hauptplatz wurden mit einem Fest abgeschlossen.

Von René Denk. Update am 23. Oktober 2019 (09:47)
René Denk
Freuen sich über das sanierte Wahrzeichen der Stadt Zwettl, den Hundertwasser-Brunnen: Vizebürgermeister Johannes Prinz, Josef Zlabinger, Johann Schweigl (Firma Mengl), Andrea Wiesmüller, Ewald Edelmaier, Martin und Manuela Hrouza (Hrouza Kachelöfen), Stadtamtsdirektor Hermann Neumeister, Ewald Gärber, Fliesenleger-Weltmeister Thomas Liebenauer und Vater Gerhard Liebenauer von der Firma Liebenauer, Peter Kastner, Bürgermeister Franz Mold, Gerald Gaishofer und Bezirkshauptmann Michael Widermann.

Er wird oft als das „Wahrzeichen der Stadt“ bezeichnet und feiert heuer nicht nur das 25-Jahr-Jubiläum: Am 19. Oktober wurde der Abschluss der Renovierungsarbeiten am Brunnen von Friedensreich Hundertwasser am Hauptplatz gefeiert.

Stadträtin Andrea Wiesmüller betonte die aufwendigen Sanierungsarbeiten: 12.500 vor Ort handgefertigte Fliesen wurden verarbeitet. Neu wurden 293 Stück Beckenrandschenkel, 107 Wasserschenkel und 22 Elemente entlang der Säulen und in Form von Kugeln wurden verbaut. „Insgesamt wurden fünf Tonnen Ton und 1.450 Kilogramm Fliesenkleber hier verarbeitet“, hielt Wiesmüller zu den Arbeiten fest, die im Mai begannen.

Heimischer Weltmeister nahm sich um Projekt an

Bürgermeister Franz Mold erinnerte an die Entstehungs-Geschichte des frisch sanierten Brunnens: Vor 25 Jahren musste am Hauptplatz dem Brunnen das Kriegerdenkmal weichen. Es wurde beim Stadtamt neu errichtet, was auf großen Protest in der Bevölkerung stieß: „Die persönliche Beziehung zu Zwettl und seinem Wohnort Roiten von Friedensreich Hundertwasser ermöglichte den Bau des Kunstwerks. Es gab viele Diskussionen darüber, den Brunnen am Hauptplatz zu errichten“, erinnerte sich der Stadtchef bei der Feier.

Die Einflüsse der Witterung, wie Frost und Kälte („Die Winter im Waldviertel sind hart) machten die dringende Sanierung erforderlich. Mold freute sich dabei sehr, dass regionale Firmen die Sanierung, „bei der bessere Materialien verwendet wurden, als beim Bau“, vornahmen. Wahrscheinlich werden die Sanierungskosten auf etwas mehr als 200.000 Euro kommen.

Bei den regionalen Firmen dabei war auch Fliesenleger-Weltmeister Thomas Liebenauer, der die „WorldSkills 2013“ gewann. „Die Arbeiten waren sehr schwierig, hier war nichts gerade“, beschrieb Liebenauer im NÖN-Gespräch die rund 800 bis 850 Stunden reine Fliesenlegerarbeiten.

Übrigens: Die originalen Fliesen werden einstweil zwischengelagert. Erste Ideen gehen dahin, die Hundertwasser-Fliesen zu verkaufen. Fix ist dabei aber noch gar nichts.

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