In Langschlag herrscht "Ölrausch". Ein ungewöhnliches Kunstobjekt soll aufzeigen, wie rücksichtslos mit unseren Bodenschätzen umgegangen wird.

Von Franz Steininger. Erstellt am 17. Juni 2014 (11:31)
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Die fiktive Firma „Waldöl AG“ startet mit ihrer ersten Waldöl-Förderpumpe die Nutzung noch schlummernder Waldviertler Ressourcen. Im Bild Vizebürgermeister Andreas Maringer, Landtagsabgeordneter Franz Mold, die Künstler Matthias Mollner und Helen Schoene, der Leiter des Viertelfestivals Stephan Gartner sowie Bürgermeister Herbert Gottsbachner (v. l.). Franz Steininger

LANGSCHLAG /  Im Rahmen des Viertelfestivals NÖ wurde am Sonntag, 15. Juni, das Kunstprojekt „Ölrausch“ gestartet. Eine detailgetreue Nachbildung einer Ölförderpumpe kann in den Sommermonaten am Frauenwieserteich bei Langschlag besichtigt werden und soll zum Nachdenken über unseren Umgang mit Ressourcen anregen.

Der aus Groß Gerungs stammende Künstler Matthias Mollner und seine Kollegin Helen Schoene stellten am vergangenen Sonntag ihr Projekt „Ölrausch“ am Frauenwieserteich der Öffentlichkeit vor. Im Zuge einer Kunst-Performance wurde die erste Ölpumpe der fiktiven Firma „Waldöl AG“ in Bewegung gesetzt.

Über 250 Arbeitsstunden wurden in die detailgetreue Nachbildung einer Erdölpumpe investiert. Dieses Holz-Modell soll die Besucher der Badeanlage in den kommenden Monaten zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Matthias Mollner fasst sein Projekt „Ölrausch“ mit folgenden Worten zusammen: „Das Projekt Ölrausch zeigt auf, wie unsere Gesellschaft mit materiellen – wie auch immateriellen – Ressourcen umgeht, und welche Auswirkung die Auffindung von Bodenschätzen und der darauf folgende Abbau dieser auf Umwelt und Natur haben.“

Bürgermeister Herbert Gottsbachner freut sich, dass das Viertelfestival NÖ 2014 auch in Langschlag Station macht. Er versichert, dass durch diese Art der Förderung Waldviertler Ressourcen keine Umweltschäden zu befürchten sind. Ganz im Gegenteil: „Durch dieses Kunstprojekt soll aufgezeigt werden, welche Auswirkungen rücksichtsloser Abbau von Bodenschätzen auf unsere Umwelt hat.“

Im Rahmen des Projekts „Ölrausch“ ist am Samstag, 26. Juli, um 20 Uhr eine Diskussion mit Wissenschaftlern, Unternehmern und Politikern zum Thema Ressourcenabbau, Energie- und Ölnutzung geplant.