Wühlmausfalle detonierte in der Hand eines Zehnjährigen. Eine Wühlmaus-Falle, die ein 73-Jähriger aus der Gemeinde Groß Gerungs auf einer Wiese ausgelegt hat, wurde einem Zehnjährigen zum Verhängnis. Die Falle detonierte in seiner Hand. Der Bub musste ins Unfallkrankenhaus Linz geflogen werden.

Von Red. Zwettl. Erstellt am 07. Juni 2021 (08:47)
Symbolbild
Michael Pekovics

Laut Polizei legte der 73-Jährige am 4. Juni gegen 17 Uhr die mit einer Druckkartusche geladene Wühlmaus-Falle auf einer Wiese, die sein Sohn gepachtet hat, aus. Zwei Buben im Alter von neun und zehn Jahren aus der Gemeinde Groß Gerungs entdeckten gegen 18 Uhr diese Falle.

Der 10-Jährige entnahm die geladene Schussfalle aus dem Mausloch und trug diese zu einem etwa 50 Meter entfernten Stein. Dort legte er die Falle ab. Am nächsten Vormittag, gegen 9.30 Uhr, kamen die beiden Buben wieder zu diesem Stein. Der 10-Jährige nahm die Falle in beide Hände, wobei sich beim Hantieren mit der Schussfalle der Sicherungsring gelöst hat und die Druckkartusche in weiterer Folge in der Hand des Buben detoniert ist.

Bub erlitt Verletzungen unbestimmten Grades an der rechten Hand. Er wurde von den Sanitätern des Samariterbundes Groß Gerungs erstversorgt und anschließend mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 15 in das UKH Linz gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde.

Der Vorfall wurde bei Staatsanwaltschaft Krems und der Bezirkshauptmannschaft Zwettl angezeigt.