Uneinigkeit über Klimavolksbegehren in Zwettl. Zwettler Grüne unterstützen mit SPÖ offen das aktuelle Volksbegehren. Erich Stern (ÖVP) verweist auf Eigenverantwortung jedes einzelnen, Ewald Edelmaier (FPÖ) lehnt Begehren ab: "Grüne sollen eine Ruh geben".

Von Markus Füxl. Erstellt am 22. Juni 2020 (10:16)
Silvia Moser (Grüne) und Emmerich Temper (SPÖ) sprechen sich offen für das Klimavolksbegehren aus. Überparteilicher Schulterschluss blieb aus: ÖVP und FPÖ waren bei gemeinsamen Termin nicht dabei.
Markus Füxl

Seit Montagfrüh liegt das Klimavolksbegehren zur Unterschrift auf. Eine parteiübergreifende Initiative von Grüne-Obfrau Silvia Moser kam nicht zustande.

„Beim Klimaschutz ist es fünf nach zwölf. So kann es nicht weitergehen, das Klima betrifft unsere Existenz. Wir wollen die Bevölkerung dazu animieren, das Volksbegehren zu unterschreiben“, erklärt Moser. Unterstützung bekommt sie von SPÖ-Gemeinderat Emmerich Temper: „Es bringt nichts mehr, wenn wir immer nur vom Klima reden. Wir müssen handeln.“ Beide verweisen auf prominente Zwettler, die das Volksbegehren unterstützen, etwa Künstlerin Linde Waber und Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann.

ÖVP und FPÖ wollten sich laut Moser nicht zum Volksbegehren bekennen. VP-Stadtrat Erich Stern sagt: „Wir stellen es jedem frei, das Begehren zu unterschreiben. Im April wurde die 100.000-Grenze bei den Unterschriften erreicht, es muss sowieso im Parlament behandelt werden.“ Ablehnung kommt von der FPÖ mit Gemeinderat Ewald Edelmaier: „Wir tun eh schon viel zu viel für das Klima. Das unterstützen wir sicher nicht, es ist unfinanzierbar. Die Grünen sollen sich in der EU engagieren und sonst eine Ruh geben.“