Blasmusik und Chor gedachten Pfarrer Josef Elter. Über 70 Mitwirkende gedachten anlässlich des 90. Geburtstages des Verstorbenen.

Erstellt am 31. Oktober 2016 (11:01)
NOEN, privat
Regina Sprinzl, Bischof Klaus Küng, Erika und Georg Wildmann (vorne) sowie Johannes Teuschl, Erich Hackl, Hannes Blauensteiner, Rudolf und Thomas Mayerhofer (dahinter) beim Elter-Gedenkkonzert.

Blasmusikkapelle und Kirchenchor Bad Traunstein luden am Samstag, 29. Oktober, zum gemeinsamen Gedenkkonzert an den Künstlerpfarrer Josef Elter in die Pfarrkirche Bad Traunstein ein.

Anlass für dieses Konzert war der 90. Geburtstag, den Josef Elter am 8. Oktober gefeiert hätte. Die dargebotenen Stücke des Abends machten verschiedene Aspekte der Person und auch des vielfältigen Schaffens von Josef Elter deutlich.

„Ikarus“ als emotionaler Höhepunkt

Mit dem Prinz Eugen-Marsch wurde das Kirchenkonzert eher untypisch eröffnet, doch die Figur des Prinz Eugen war eine geschätzte Symbolfigur für die Donauschwaben in der Batschka, der Heimat Josef Elters.

Die Geschichte der Vertreibung aus der Heimat und die damit verbundene Sehnsucht nach Geborgenheit war eines der zentralen Themen in Elters Werk. Diesem Thema widmete sich der Kirchenchor in Chorstücken aus den deutschsprachigen Gebieten am Balkan. Die gemeinsamen Arrangements von Chor und Kapelle nahmen Bezug auf das sakrale Werk und auch die Freude an der Verkündigung in Form der Bildhauerei.

Den emotionalen Höhepunkt des Konzertes bildete das Auftragswerk „Ikarus“, das Johannes Teuschl zum 10. Todestag von Josef Elter im Jahr 2007 komponiert hatte. In eindringlichen und bewegenden musikalischen Bildern wurde Elters Lebensweg von der Kindheit über die leidvollen Kriegserfahrungen bis hin zur neuen Heimat Traunstein skizziert.

Auch Diözesanbischof war zugegen

In diesem Teil setzte der Komponist den Chor mit dem Wachtsteinlied als zusätzlich berührendes Element in das ergreifende Konzertstück ein. Mit dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen ging das Konzert, das die Kapellmeister Hannes Blauensteiner und Thomas Mayerhofer sowie Chorleiter Erich Hackl mit den über 70 Mitwirkenden erarbeitet hatten, zu Ende.

Auch Diözesanbischof Klaus Küng war zum Gedenkkonzert gekommen und genoss ebenso wie alle anderen Besucher in der voll besetzten Pfarrkirche die Erinnerungen an Elter. Rudolf Mayerhofer und Regina Sprinzl führten mit Texten, Gedanken und Zitaten von Josef Elter durch den Abend.

Es war eine würdige Hommage an einen ganz Großen für Bad Traunstein und darüber hinaus.