Sanierung in Eigenregie beim Reitverein Rosenau. Der Reitverein in Rosenau führt Sanierungsarbeiten auf dem Gelände durch.

Von Angelika Koll. Erstellt am 28. Juni 2020 (04:58)
Victoria Binder, Gudrun Kapeller und Timea Staufer (von links) mit den Pferden Arthos und Skuggi bei einer der neuen Heuboxen.
Angelika Koll

Der Reitverein Union Schloss Rosenau wird nach aufgelöstem Pachtverhältnis seit Anfang des Jahres wieder vom Vorstand geführt. In den letzten Monaten hat man einige Sanierungsarbeiten unternommen und auch für den Sommer gibt es noch Pläne.

Das Hauptaugenmerk bei der Sanierung war es, die Zäune zu erneuern und die bestehende Anlage so umzugestalten, dass die Pferde auch in Kleingruppen gehalten werden können, wie Gudrun Kapeller vom Vereinsvorstand berichtet. Auch Pferde würden sich immerhin nicht mit allen Artgenossen gut verstehen. So hat man nun auf drei Kleingruppen, eine größere für sieben bis acht Tiere, sowie eine Oldie Herde umgerüstet. ElfWallache, davon viele Isländer, sind zur Zeit eingestellt. Skuggi ist mit 33 Jahren der älteste und stammt noch aus der Zucht des Gründers. Für 20 Tiere wäre Platz. „Wir sind froh darüber, wenn uns jemand sein Pferd anvertraut“, meint Kapeller.

Bodensanierung auf Koppel und in Halle

Da es für die Pferde am besten sei, öfter kleinere Portionen zu sich zu nehmen, wurden außerdem Heuboxen aufgestellt, für eine 24-Stunden-Fütterung. Außerdem wird gerade die Bodensanierung auf der Koppel in die Wege geleitet und auch der Boden in der Halle soll noch vor dem Winter erneuert werden.

Die Arbeiten werden in Eigenregie von den Vereinsmitgliedern durchgeführt, sodass nur die Kosten für das Material zu tragen sind, wofür bisher einige Tausend Euro investiert wurden. „Jeder trägt ein bisschen was bei. Oft sind die Männer handwerklich beschäftigt, während die Mädchen reiten“, schmunzelt Kapeller. Zur Zeit wird der Reitverein nur als Einstellbetrieb geführt. Drei fix angestellte Pferdepflegerinnen kümmern sich ums Füttern und Saubermachen. Der Reitschulbetrieb wurde mit dem Ende des Pachtverhältnisses eingestellt. „Die Einsteller können sich jedoch freie Trainer holen“, bemerkt Kapeller. Man möchte sehr wohl wieder zum Schulbetrieb zurückkehren, jedoch wird man damit aufgrund der Coronavirus-Situation wohl erst 2021 wieder starten.

In den vergangenen Monaten habe man sehr darauf geachtet, dass nie zu viele Leute gleichzeitig auf der Anlage sind und jeder so wenig Zeit wie möglich dort verbringt.