Keiner profitiert von Schädigung. Über das Wohnbauprojekt in der Zwettler Innenstadt.

Von René Denk. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:00)

Die 198 Unterschriften gegen das Innenstadt-Wohnbauprojekt der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel stellen für Anrainer Robert Wolf „einen mutigen und fast revolutionären Akt der Bevölkerung einer Kleinstadt“ dar.

Nun, zum Glück sind wir in der offeneren Stadt Zwettl gelandet: 1.300 Unterschriften gab es vor 25 Jahren gegen die Errichtung des Hundertwasserbrunnens — der dieses Wochenende als Wahrzeichen von Zwettl gefeiert wurde. Über 600 Unterschriften gab es 2012 gegen die EKZ-Umwidmung, die später aber beschlossen wurde.

Die Forderung, jeden der 53 Parkplätze in der Tiefgarage mit einer Stromtankstelle zu versehen, wurde noch nie irgendwo erfüllt, ist weit übers Ziel geschossen und fällt eher in die Kategorie „Marktschreierei“. Außerdem: Bürgermeister Mold setzt sich stark für die Innenstadt ein. Was hätten er, der Stadtplaner, der Gestaltungsbeirat des Landes oder eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft davon, das Bild der Innenstadt zu schaden? Nichts!