Vorsicht ist verständlich. Über die Verkaufseskapaden von Schloss Schwarzenau.

Von René Denk. Erstellt am 14. August 2019 (04:45)

Schloss Schwarzenau hat in seiner jahrhundertelangen Geschichte schon einiges miterlebt. Auch in den letzten Jahren und seiner jüngeren Geschichte gab es größere Einschnitte.

1999 wollte ein finanzkräftiger Schweizer Unternehmer aus dem Schloss ein Pharma-Forschungszentrum machen: Die Verhandlungen scheiterten. 2005 sollte es ein Pferdezuchtbetrieb mit internationaler Bedeutung samt Hotel werden. Auch diese Pläne platzten, weil der Vertreter der Investorengruppe wegen Betrugs hinter Gitter wanderte. Und schließlich 2016 und 2017, als eine Investorengruppe zuerst einen Luxushotel-Zubau mit 100 regionalen Arbeitsplätzen und später ein Hochzeitsschloss für bis zu 400 Gäste in Aussicht stellte.

Bei dieser Vorgeschichte ist es verständlich, dass der neue Schlossverantwortliche Stanislav Stamenov vorsichtig vorgeht, bevor er die Pläne der Monbat-Firmengruppe vorstellt. Seifenblasen rund um das Schloss sind in der Vergangenheit schon genug geplatzt.