Spitzensport ist nicht gleich Profi. Über den Unterschied zwischen Profitum und Spitzensportler.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 18. November 2020 (02:15)

Sie dürften – dürfen dann aber doch wieder nicht. Die Rede ist von den Volleyballern der URW Waldviertel sowie von den Handballerinnen des UHC Eggenburg. Beide Teams zählen zur österreichischen Elite, beide sind daher vom neu verordneten, harten Lockdown ausgenommen.

Am Wochenende war aber dennoch Pause. Bei den Volleyballern, weil sie Corona voll erwischte, bei den Handballerinnen, weil es Fälle beim Gegner gab. Anders als beim Fußball, wo positiv Getestete in Quarantäne müssen, der Rest aber bei einem negativen Ergebnis weiter machen darf, ruht woanders der Betrieb komplett.

Warum? Im Gegensatz zu den männlichen Kickern sind Profis hier eine Ausnahme. In der Frauenfußball-Bundesliga etwa, wo Horn nun die Hinrunde beendete, oder in der höchsten Frauen-Handball-Liga sind fast ausschließlich Amateurinnen unterwegs. Die verdienen ihren Lebensunterhalt woanders. Schon allein deswegen wird versucht, das Risiko einer Cluster-Bildung gering zu halten. Lieber ein Spiel absagen, als zu riskieren, dass Amateur-Sportler vielleicht von ihrem Dienstgeber gerüffelt werden und der Sport so in die Kritik kommt.