Gift für den Teamsport. Über die tote Zeit im W4-Fußball nach Schließen des Transferfensters.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:24)

Eine Woche nach Transferschluss macht sich im Fußball-Waldviertel Tristesse breit. Über Wechsel spekulieren geht nicht mehr. Die Neuen mannschaftsintern auf Herz und Nieren zu überprüfen, wofür jetzt der Zeitpunkt da wäre, ist wegen der Covid-19-Pandemie nicht erlaubt. So bleibt wie seit Oktober nur der Hüpfer in die Laufschuhe und dann solo in die Natur. Oder bestenfalls ein wöchentliches Treffen mit den Teamkollegen im Videochat.

Wie gut der neue Schremser Nenad Miskovic zum Team passt? Ob in Zwettl eine Torhüterfrage entbrennt? Ob Jakub und Martin Held Gmünd zu neuem Glanz verhelfen können? Wie gut Petr Novotny mit den Eiben-steinern kann? Darüber bleiben wir wohl noch länger im Dunklen. Es gibt mit Blick auf Pandemie-Bekämpfung derzeit auch wichtigere Fragen. Für einen Teamsport ist die momentane Situation aber trotzdem Gift.

Es ist verständlich, dass sich die Politik ziert, den Amateurkick mit österreichweit Hunderttausenden Aktiven allzu schnell komplett zu öffnen. Dass es aber trotz gut aufgebauter Test-Infrastruktur keine Möglichkeit selbst für eingeschränkte Gruppentrainings (freilich mit Sicherheitsvorkehrungen) gibt, dafür schwindet das Verständnis zunehmend.