Das „E“ unter dem Sitz macht’s. Über eine positive Seite des Coronavirus.

Von Markus Füxl. Erstellt am 24. Juni 2020 (03:26)

Eines zeigt die Corona-Pandemie deutlich: Manche Bereiche des täglichen Lebens sind krisensicher. Die Erkenntnis, dass nach einem „Shutdown“ die Nahversorgung im größten Bezirk Niederösterreichs, Zwettl, für viele umso wichtiger wird und dadurch etwa Selbstbedienungsläden wie der von Familie Mayerhofer aus Langschlag boomen, ist wenig überraschend. Der anfängliche Ansturm auf Toilettenpapier, das in den ersten Corona-Wochen bekanntlich reißenden Absatz gefunden hatte, schon eher.

Eine erfreuliche Entwicklung während der Krise zeigt die NÖN in dieser Ausgabe auf: In den vergangenen Wochen gab es einen regelrechten Ansturm auf die Sporthändler. Viele Menschen investieren in Fahrräder, genauer: In e-Bikes. Strecken, die früher Hobbyradler von einer Ausfahrt abhielten („Puh, 50 Kilometer sind schon weit, oder?“) sind jetzt mit elektrounterstütztem Antrieb ein wahrer Klacks. Die von Optimisten oft beschworenen „positiven Seiten“ des Virus muss man manchmal ein wenig suchen. Klar ist aber: Das Virus wird irgendwann vorbeigehen. Die jetzt gekauften Fahrräder werden dann aber weiter für Freude bei den Zwettlern sorgen.