Derby-Kampf ums Überleben. Über die Vorzeichen im Krisenduell der Waldviertel-Klubs.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 23. Oktober 2019 (01:00)

Einige Parallelen lassen sich vor dem für Zwettl und Waidhofen so wichtigen Revierkampf am Freitag in Edelhof ziehen. Das überzeugende Frühjahr beider Mannschaften ließ nicht wenige an eine neue erfolgreiche Ära im Waldviertel glauben. Mit hohen Erwartungen gingen beide in die Saison, besonders aber der SC Zwettl – und wurden ihnen nicht gerecht.

Zumindest was die Punkteausbeute betrifft, denn obwohl die Zwettler ex aequo mit Waidhofen nur acht Zähler am Konto haben, geht eigentlich jeder von einem Sieg gegen die ausgedünnte Elf von Waidhofens Trainer Lukas Meisner aus. Der nahm sich im Gespräch mit der NÖN kein Blatt vor den Mund, legte den Finger genau in die Zwettler Wunde. Und er traf damit voll ins Schwarze, sein Ex-Verein ist tatsächlich mehr Punkte wert, als er bisher auf der Habenseite stehen hat.

Umso wichtiger wird das Derby, auch weil drei Zähler für die Heimmannschaft aus zweierlei Gründen fast Pflicht sind. Einerseits weil Waidhofen nach den vielen Ausfällen personell bei Weitem unter den eigenen Möglichkeiten anzusiedeln ist. Andererseits weil die Anderst-Elf eben dringend Siege braucht und die Favoritenrolle im Derby, trotz Punktegleichheit in dieser Saison, so groß wie selten zuvor war.