Erfolgserlebnis ist Pflicht. Mathias Schuster über die Wichtigkeit einer gelungenen Generalprobe für den SC Zwettl.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 27. Februar 2019 (01:00)

Als Zwettl-Fan ist man mitunter etwas sensibel geworden. Klar, wenn man so lang im Sumpfgebiet der Landesliga herumdümpelt und einen mittlerweile langjährigen Leidensweg hinter sich hat. Um diese Phase zu beenden, hat man Trainer Helmut Anderst als Hoffnungsträger geholt.

Da weckt so ein Ausreißer nach unten, wie im Test gegen Ybbs bei allen unschöne Erinnerungen – egal wie gut es davor lief. Wie gut, dass die Saison noch nicht einmal begonnen hat. Ybbs kann sich vom überraschenden 4:3-Sieg genauso wenig kaufen, wie Zwettl damit verloren hat.
War es aber wirklich „nur ein Testspiel“? Abgesehen vom Endstand bleiben in den Köpfen der Spieler vier Gegentore hängen. Jeder Fehler wird eiskalt bestraft, vorne will das Runde partout nicht ins Eckige. Das klingt schmerzlich vertraut nach Herbstsaison. Für die Spieler ist es – bewusst oder nicht – also etwas mehr als ein Test, gerade so kurz vor dem Meisterschaftsstart gegen den Liga-Dominator.

Daher müssen sie schon bei der Generalprobe gegen die Austria-U18 ins Spiel gehen, als ginge es um die Meisterschaft, um dann erhobenen Hauptes aus Wien heimfahren zu können. Denn mit hängenden Köpfen zum Frühjahrsauftakt zu Top-Favorit Stripfing zu fahren, wäre alles andere als günstig.