Fehler, aber menschlich. Über den Wirbel während einer Busfahrt.

Von Markus Füxl. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:28)

Der Vorfall sorgte für Ärger bei einer Mutter aus Langschlag: Ihr elfjähriger Sohn wurde von einem Buslenker angehalten, eine Maske aufzusetzen. Der Bub zeigte dem Lenker eine ärztliche Bestätigung, dass er keine Maske tragen muss. Der Lenker hielt das Schriftstück für ein Fake, die Mutter beschwerte sich beim VOR.

Die Unsicherheit über Corona und die damit verbundenen Maßnahmen ist noch immer groß. Dazu kamen vor wenigen Wochen Meldungen über einen steirischen Arzt, der Atteste per „Ferndiagnose“ verteilte. Vor diesem Hintergrund ist die Reaktion des Lenkers zumindest verständlich.

Obwohl es bisher laut VOR-Pressesprecher keinen einzigen „Öffi-Cluster“ gibt, möchte man als Busfahrer im Fall des Falles nicht dafür verantwortlich sein, einen Fahrgast ohne Maske im Bus sitzen zu haben. Gerade in Berufen im öffentlichen Dienst gilt aktuell: Nur nichts falsch machen.

Der Vorfall ging übrigens glimpflich aus: Der Bub setzte eine Maske auf und fuhr mit.