Griff zum Glas oder Lenkrad. Über eine ärgerliche Unfallstatistik.

Von Markus Füxl. Erstellt am 05. August 2020 (03:12)

Der Blick in die Einsatzstatistik der Blaulichtorganisationen im Bezirk Zwettl zeichnet in dieser Woche kein schönes Bild. So geriet eine 29-jährige Lenkerin vor Zwettl auf die falsche Fahrbahn und krachte gegen ein entgegenkommendes Auto. Der Unfall ging vergleichsweise glimpflich aus, nur eine von sechs beteiligten Personen landete im Krankenhaus.

Ärgerlich und absolut unverständlich war aber der Zustand der 29-Jährigen: Sie setzte sich mit über 2,7 Promille (!) hinter das Lenkrad. Damit hat sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle Verkehrsteilnehmer gefährdet – im vorliegenden Fall die Leben einer fünfköpfigen Familie.

Im Jahr 2019 wurden im Bezirk 114 Personen mit zuviel Alkohol im Blut aufgehalten. Für manche ist Alkohol am Steuer noch immer ein Kavaliersdelikt. Das berühmte „eine Achterl“, ist schnell um eins zu viel. Klar ist: Jedes Menschenleben, das im Straßenverkehr unnötig gefährdet wird, ist definitiv eines zu viel.