Heute ist nicht alle Tage .... Mathias Schuster über voreiliges Schwarzmalen nach wenigen Runden.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 06. September 2017 (05:00)

Es mag befremdlich wirken, die Männer in Weiß-Blau jetzt noch zum erweiterten Spitzenfeld zu zählen. Die Meisterquote der Zwettler ist in den letzten drei Spielen sicher nicht gefallen, aber wo auch nur eine kurze Siegesserie nach wenigen Runden ein Team hinführen kann, hat Schweiggers gerade erst in der Gebietsliga bewiesen.

„Kopf hoch!“ befiehlt also Zwettls Trainer Ante Plazibat und ist damit auf dem richtigen Dampfer. Die erfolgreichsten Trainer fallen nicht durch übermäßiges Draufhauen auf die ohnehin schon psychisch gebeutelten Spieler auf – das wird jetzt auch nicht die Lösung sein. Vielmehr wird es an Plazibat liegen, zu erkennen, wen er streicheln muss und wen er härter anpacken kann.

Dass es momentan nämlich nur ein mentales und kein körperliches Problem ist, welches die Braustädter da befallen hat, wird jedem, der die Spiele gesehen hat, klar sein. Die Mannschaft ist besser als ihr Tabellenplatz, hat in der vorigen und der neuen Saison bereits bewiesen, dass jeder Gegner in Reichweite liegt.

Daher: Ein Sieg gegen die bestimmt nicht übermächtigen Gaflenzer, und dann mit neuem Selbstvertrauen gegen die bisher so übermächtigen Kremser – warum denn nicht? Also Kopf hoch!