Vandalen waren „keine Helden“. Über einen sinnlosen Zerstörungsakt in Franzen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:28)

In Franzen haben unbekannte Täter unter anderem das Kriegerdenkmal mit dem Schriftzug „Keine Helden“ beschmiert. Die Gemeinde sitzt jetzt auf Kosten von etwa 2.000 Euro. Besonders ärgerlich: Das Denkmal wurde erst 2019 komplett saniert. Damals wurden 6.500 Euro in das Projekt gesteckt.

Abgesehen davon ist der politische Akt der Revolte fehlgeleitet. Denn das Kriegerdenkmal soll nicht falsche Helden verherrlichen, sondern erinnert an Gemeindebürger, die in einem sinnlosen Krieg gefallen sind.

Laut österreichischem Strafgesetz droht bei Sachbeschädigung eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monate. In den meisten Fällen kommen die Täter mit einer geringen Geldstrafe davon – sollten sie überhaupt gefunden werden. Solange Vandalismus vom Gesetzgeber als Kavaliersdelikt betrachtet wird, sind Rowdys nicht in die Schranken zu weisen. Was im aktuellen Fall helfen könnte: Nachhilfe im Geschichtsunterricht und wenn die Schmierfinke ihr Werk selbst reinigen.