Wahlkampf ohne echten Kampf. Über den Kuschelkurs der Parteien.

Von Markus Füxl. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:42)

Ohne große Aufreger ging der Wahlkampf im Bezirk Zwettl bisher über die Bühne. Große Anfeindungen oder Überraschungen blieben aus. Blickt man in andere Bezirke, merkt man, wie gesittet sich die heimischen Politiker verhalten. Der „Kuschelkurs“ zeigte sich auch in der NÖN-Diskussion mit den Zwettler Spitzenkandidaten. Bis auf einige humorvolle Zwischentöne präsentierten die Kandidaten eigene Themen, eine Konfrontation blieb aus. So wurde von der Opposition durch die Bank weg die gute Zusammenarbeit mit VP-Bürgermeister Mold gelobt. Wahl ja, Kampf nein.

Die FPÖ sorgte jetzt zumindest für ein kurzes Aufflackern. Ewald Edelmaier kritisierte die Formalität, dass die ÖVP Feuerwehr-Dienstgrade bei Kandidaten anführt – ein Sturm im Wasserglas, nicht mehr. Als Oppositionspartei kann man mit inhaltlicher Auseinandersetzung der Mehrheitsthemen punkten, oder eigene Themen aufwerfen. Ob der aktuelle Kurs für Zugewinne am Wahltag reicht, darf bezweifelt werden.