Wie der Berg zum Propheten. Über den Andrang vor den Teststraßen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 10. Februar 2021 (03:23)

Knapp 3.000 Personen haben sich in der ersten Woche in einer der mittlerweile fünf Teststraßen im Bezirk auf das Coronavirus testen lassen.

Weil ein negativer Schnelltest die „Eintrittskarte“ für die frisch geöffneten Friseure und andere körpernahen Betriebe ist, wird der Besucherandrang in dieser Woche noch steigen. Wer nicht mehr selbst mit dem Auto mobil ist, muss entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einer Teststraße hin und retour kommen, oder ist auf teure Taxidienste oder Angehörige angewiesen. Wenn mehr Apotheken, so wie in Zwettl und Ottenschlag, ganztägig kostenlose Tests anbieten, könnte die Problematik zumindest leicht entschärft werden.

„Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten“, heißt ein Sprichwort. Eine naheliegende Lösung wäre deshalb auch, Friseure die auch in den Schulen verwendeten „Nasenbohrertests“ vor Ort anbieten zu lassen. Das würde den Prozess enorm vereinfachen.