Wie immer ist alles Kopfsache. Über die verlorene Leichtigkeit der Spitzenteams im Frühjahr.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 17. April 2019 (01:00)

Wer als Vize-Herbstmeister vier Runden später mit fünf Punkten Vorsprung von der Spitze lacht, dürfte eigentlich zufrieden sein. Die Rede ist vom USC Schweiggers, der auf dem besten Weg Richtung 2. Landesliga ist. Aber Zufriedenheit sieht anders aus. Obwohl die Punkteausbeute passt, erwarten die Verantwortlichen im spielerischen Bereich eine deutliche Steigerung.

Damit stehen die „Schweigginger“ aber bei Weitem nicht alleine da. Es scheint sich wie ein roter Faden durch alle Amateurligen zu ziehen, dass im Frühjahr nicht alles Gold ist, was im Herbst so schön geglänzt hat. Zumindest die Leichtigkeit ist längst verflogen. Das betrifft die großen Stripfinger in der Landesliga ebenso wie Kottes in der 1. Klasse.

Haben all diese Teams die Wintervorbereitung verschlafen? Wohl kaum. Viel eher kennen die Teams ihre übermächtigen Gegner besser als im Herst, stellen sich besser auf die Gefahren ein und gehen mit viel Motivation in die Spitzenspiele. Anders gesagt: Der Jäger hat es immer leichter als der Gejagte. Lässt der dann auch noch ein bisschen nach, ist der Sieg auch schon in weiter Ferne. Ob ein Verein dem höheren Druck in der Rückrunde standhält und dennoch Meister wird, ist oftmals reine Kopfsache.