Wurzeln achten und bewahren. Über die neuen Pläne für die Greißlerei in Kirchbach.

Von Markus Füxl. Erstellt am 17. Februar 2021 (00:30)

Sie war ein Unikat im Bezirk Zwettl: Seit ihrem 16. Lebensjahr war Elfriede Prichenfried Greißlerin in Kirchbach. Mit ihrem Tod verliert der Ort nicht nur seine Greißlerin, sondern auch eine tüchtige Geschäftsfrau mit Herz und Seele.

Die Greißlerei ist ein Stück Zeitgeschichte. So gibt es etwa eine Maria Theresianische Konzession, die aus der Monarchie stammt und erlaubt, alles Erdenkliche zu verkaufen. Es wäre schade, wenn solche Juwelen aus der Vergangenheit in Vergessenheit geraten würden.

Umso erfreulicher ist es, dass Christof Kastner ein „lebendes Handelsmuseum“ aus der Greißlerei machen möchte. Das Geschäft ist ein Stammhaus der Kastners, der Unternehmer hat sich bereits 2007 für die Fortführung des Geschäfts eingesetzt.

Es ist löblich, wenn Kastner auf die Wurzeln der eigenen Geschichte achtet und die Tradition weiterlebt. Denn nur so kann man auch lebendige Geschichte zum Anfassen für zukünftige Besucher bieten.