Hat jemand was gesehen?. Über den sinnvollen Einsatz von Facebook.

Von Markus Füxl. Erstellt am 17. Juli 2019 (05:00)

Laut Facebook kennt jeder Facebook-Nutzer jeden anderen Facebook-Nutzer über durchschnittlich 3,5 Ecken. Urs Hengstberger aus Kottes hat diese Verbandelung jetzt für sich genutzt. Nach einem Autounfall bat er in einem Facebook-Posting um Hinweise auf einen weiteren Fahrer, der vom Unfallort geflohen sei.

Mit Erfolg – über 260 Mal wurde das Posting geteilt, es meldeten sich mehrere Zeugen. Aber ist eine solche „Fahndung“ auf Facebook in Eigenregie in Ordnung?

Ja, denn es ist nichts anderes, als würde Urs Hengstberger in seinem Bekanntenkreis um Hilfe bitten. Auch rechtlich sind solche Postings gedeckt, sofern keine Angaben zur genauen Person öffentlich gemacht werden. Sonst kann sich das ganze schnell zum Schrei nach Lynchjustiz entwickeln.

In Zeiten, in denen Facebook von vielen Nutzern zum exzessiven Teilen von „lustigen“ Fotos genutzt wird, war Hengstbergers Posting eine sinnvolle Abwechslung.