Die Skalden wollen singen. Über eine schon jetzt geschichtsträchtige Saison der Waldviertler Volleyballer.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 14. April 2021 (04:35)

Zweimal noch reinbeißen, vielleicht dreimal. Dann ist die Saison für URW Waldviertel vorbei. Eine Saison, die einen besonderen Platz in den Sagas der Nordmänner einnehmen wird, um beim sprachlichen Bild zu bleiben. Der Führungswechsel nach 25 Jahren von Silvia Atteneder zu Peter Kirchmayr wäre dafür genug gewesen.

Dazu kamen eine weltweite Pandemie, die URW als Spitzensportklub Volleyball spielen ließ, Fans aber aussperrte, und ein Professionalisierungsschub im Verein, der als sichtbarstes Zeichen einen Livestream, der nicht nur im Volleyball seinesgleichen sucht, hervorgebracht hat. Dahinter geschah freilich viel mehr.

Dagegen mag der sportliche Erfolg mit dem Verpassen des Finales auf den ersten Blick etwas abstinken. Dass URW nach dieser Saison mit Personalproblemen, Coronatrubel und Verletzungsdrama im Viertelfinale so knapp am Finale scheiterte, zeigt, wie gut die Saison war.

Die Weiterentwicklung zeigen auch die Nationalteam-Einberufungen von vier Spielern – zwei davon erstmals. Schlecht wird die Saison nicht mehr werden. Die Bronzemedaille wäre dennoch der gerechte Abschluss für die Nordmänner. Der noch schöneren Lieder der Skalden am Lagerfeuer wegen.