Lieber doch wie Zwettl?. Über die Zeit des offenen Transferfensters in der 1. Landesliga

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 17. Juli 2019 (01:00)

Seit Montag Mitternacht haben Spekulationen und Gerüchte wieder Pause. Das Transferfenster ist geschlossen. Bei den Waldviertler Landesligisten gab es kaum Überraschungen – am ehesten noch, dass Waidhofen Horns Leomend Krasniqi abstaubte. Während Zwettl seit Wochen fertig war, sich schon voll auf die Vorbereitung konzentrieren konnte, mussten SVW und Aufsteiger Schrems bis zum Schluss harren, um die Einkaufsliste abzuarbeiten. Ein weitaus aufreibenderer und vor allem riskanterer Weg.

Letzten Endes wurde alles gut. Scheinbar. Aleksandar Milakovic kommt mit Vorschusslorbeeren nach Schrems. 2016 weinte man ihm in Wilhelmsburg schon nach einem halben Jahr nach. Danach spielte er in der bosnischen Premijer Liga. Man kann also davon ausgehen, dass er Fußball spielen kann. Selbes gilt für Waidhofens Neuankömmling Dominik Kratochvil. Und doch eint beide ein Manko: Ob sie in die Mannschaft passen, ist offen. Beobachtet hat sie vorher niemand.

Es ist ein Risiko, einen Spieler solchen Ranges „ins Blaue“ oder auf Zuruf zu verpflichten. Passen sie ins Team, ist alles gut. Passen sie aber nicht, stört das die Vorbereitung und kann in dem halben Jahr bis zur nächsten Transferzeit auch viel zerstören – sportlich und im Mannschaftsklima. Dann beim nächsten Mal vielleicht doch die Zwettler Variante versuchen?