Nicht alles Mist, was gerade mieft. Mathias Schuster über Parallelen zwischen dem Nationalteam und Zwettl.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 13. September 2017 (04:30)

Wenig erstaunlich sind es in der aktuellen Diskussion zumeist die vom schnelllebigen Fußballgeschäft oft leidgeprüften Trainer, das heutzutage schwächste Glied im Verein, die dem österreichischen Noch-Teamchef Marcel Koller die Stange halten. Ein Plädoyer für Kontinuität und der Aufruf, die bisherigen Leistungen, auch im Lichte der jüngsten Negativerscheinungen, sachlich zu bewerten, stehen im Vordergrund. Genauso wie vor der EM nicht alles Gold war, was glänzte, ist jetzt trotz aller Enttäuschung nicht urplötzlich alles Mist. Sehr oft sprach in der WM-Qualifikation einfach der Spielverlauf gegen das österreichische Nationalteam, Bälle die damals irgendwie ins Tor kullerten, wollen heute einfach nicht über die Linie. Dem Gegner geht dafür fast alles auf.

Lässt sich das nicht eins zu eins auf die Zwettler umlegen? Keine Spur von hängenden Köpfen, die Mannschaft war auch gegen Gaflenz wieder bemüht, wieder überlegen, einige Spieler machten erneut einen Sprung nach vorne. Dass dann ein seltener individueller Fehler passiert und, als wäre das nicht genug, dem Gegner wieder einmal ein Sonntagsschuss auskommt, ist unter’m Strich einfach nur Pech. Den Trainer trifft in solchen Dingen aber die geringste Schuld. Das weiß Harald Resch genauso wie Willi Ruttensteiner.