Zwettl-Umfahrung: Es wird noch optimiert. Zwettl-Umfahrung läuft gut, und bisher auch unfallfrei, aber es gibt da und dort doch Anlaufschwierigkeiten.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 23. August 2017 (04:50)
B. Lassmann-Moser
Mit einer zusätzlichen Beschilderung versucht die Straßenmeisterei, die Fahrzeuglenker in die richtige Richtung zu lotsen.

In die Irre geleitet wurden in der Vorwoche die Einsatzkräfte nach einem Unfall. Grund: die Umbenennung von Straßenzügen. Auch sonst gibt es bei der Umfahrung Anlaufschwierigkeiten. Bei der Straßenmeisterei hagelte es deshalb in den ersten Wochen nach Eröffnung auch eine Menge Beschwerden.

Straßenzüge umbenannt

Schon vor Baubeginn der Umfahrung war beschlossen, wie die Straßenzüge im Stadtgebiet künftig heißen werden. So etwa heißt jetzt die Umfahrung B 38. Diese hat früher durch die Stadt geführt, jetzt gibt es diese in der Stadt nicht mehr. Dafür geht die B 36, die vorher durch die B 38 unterbrochen wurde, jetzt durch die Stadt (an der Feuerwehrzentrale vorbei).

Auch die Straßenzüge zwischen den Kreisverkehren Rudmanns und Oberhof sowie zwischen der Abzweigung Ottenschlag und Moidrams wurden umbenannt, wie der Zwettler Straßenmeister Gilbert Schulmeister im NÖN-Gespräch erklärt. „Die Straßen sind bereits umkilometriert, diese Woche werden die Vorrangstraßen-Zeichen abmontiert und die Wegweiser in der Stadt adaptiert“, so Schulmeister. Dass die Feuerwehr eine falsche Einsatzadresse erhielt, sein ein Einzelfall, wird seitens der Polizei bestätigt.

Zusatztafeln sollen bei Orientierung helfen

Ein weiteres Problem ist, dass sich viele Fahrzeuglenker noch „verirren“ und speziell in Richtung Krems-Wien den Kreisverkehr bei der falschen Ausfahrt verlassen, um dann in Rudmanns wieder umzudrehen. Die Straßenmeisterei hat deshalb im Rudmannser Kreisel gelbe Zusatztafeln angebracht.

„Wir werden die Entwicklung beobachten“, so Schulmeister. Das Hauptproblem dabei sei laut dem Straßenmeister, dass viele Lkw-Fahrer der deutschen Sprache nicht mächtig seien und die Hinweistafeln nicht lesen können, und dass viele Autofahrer überhaupt rein nach dem Navigationsgerät fahren. „Dieses Problem wird uns noch länger begleiten!“ Anfang der Woche fand ein Gespräch mit Sachverständigen statt, in dem weitere Maßnahmen für eine bessere Orientierung (wie z.B. den Einsatz internationaler Zeichen) besprochen wurden. Das Ergebnis steht noch aus.

An Optimierungen wird gearbeitet

Man hört auch Kritik daran, dass es – aus Richtung Krems kommend – bei der Abfahrt nach Zwettl durch eine falsche Vorrangführung zu Rückstaus komme. Hier sieht Schulmeister derzeit keinen Handlungsbedarf. Zur Kritik daran, dass Zwettl selbst zu schlecht ausgeschildert ist, erklärt der Straßenmeister, dass ursprünglich geplant gewesen sei, die Ausfahrten mit Zwettl-Nord, Zwettl-Süd etc. zu benennen. Da hätte sich aber kein Mensch mehr ausgekannt…

Abgesehen von Anlaufschwierigkeiten, die bei einem so großen Projekt durchaus legitim sind, läuft im Gesamten gesehen für Gilbert Schulmeister die Umfahrung gut. So gab es etwa bei der Hamböckbrücke in der Gerungser Straße an einem Freitagnachmittag einen Wasserrohrbruch.

„Vor der Eröffnung der Umfahrung hätten wir uns nicht getraut, den Verkehr dort an einem Freitagnachmittag händisch zu regeln, da hätten die Arbeiten in der Nacht durchgeführt werden müssen. Es ist aber problemlos gelaufen“, erzählt Schulmeister. Man arbeite an einer Optimierung und sei bemüht, „aber alles wird auch nicht gehen“, meint er.