Landwirtschaft wartet auf trockene Perioden. GETREIDEERNTE / Für heuer wäre eine durchaus durchschnittliche Erntemenge zu erwarten, wenn das Wetter mitspielt.

Erstellt am 03. August 2011 (07:22)
Trotz Regen optimistisch: Obmann der Bezirksbauernkammer Zwettl Dietmar Hipp gemeinsam mit Michael Rosensteiner. BEZIRKSBAUERNKAMMER ZWETTL
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BEZIRK ZWETTL / Fährt man im Moment über die Straßen des Bezirks bzw. des Waldviertels, sind allerorts hoch im Korn stehende Getreidefelder zu sehen. Richtet man dann die Frage nach dem Zeitpunkt der Getreideernte an die zuständigen Stellen, ist fast im Chor zu hören Wir warten auf schönes Wetter!

Nach anfänglicher Trockenheit im Frühling dieses Jahres entwickelte sich das Getreide, unabhängig davon, ob es sich um Wintergetreide oder Sommergetreide handelt, zur Freude der Bauern recht gut.

Die Bestände zeigen sich sehr schön, allerdings arbeitet die Zeit ab sofort gegen die Landwirtschaft. Getreide, welches die Erntereife erlangt hat, verliert durch Regen an Qualität. Das kann bis zum totalen Verlust zum Beispiel der Mindestqualitätsanforderungen bei Brotroggen gehen. Das geerntete Getreide kann dann nur mehr als Futtergetreide vermarktet werden, was eine große finanzielle Einbuße darstellt.

Die beiden letzten Jahre brachten die Bauern genau in diese Situation, die Qualitätsanforderungen an Brotgetreide konnten vielerorts nicht erreicht werden. Große Mengen an Roggen erlitten sogar Auswuchs, das heißt, dass das Korn am Halm zu keimen begann und damit nur mehr minderwertige Inhaltsstoffe vorwies.

Was die zu erwartende Menge betrifft, wäre mit einer durchaus durchschnittlichen Ernte zu rechnen. Für den Biobereich gilt, dass nach den Turbulenzen am Biogetreidemarkt Raiffeisen sich in die Vermarktung eingeschaltet hat und nun auch im Bezirk Biogetreide übernimmt.

Auf die einzelnen Getreidearten bezogen wurden im Jahr 2011 ca. 8000 ha Roggen, 3600 ha Triticale, 350 ha Wintergerste, 6000 ha Sommergerste und 4500 ha Hafer angebaut.

Falls sich die so sehr herbeigesehnte Schönwetterperiode einstellt, könnte die Getreideernte, ausgenommen die höheren Lagen, in vierzehn Tagen bis drei Wochen abgeschlossen sein. , so Michael Rosensteiner von der Bezirksbauernkammer. Ebenso Wolfgang Thaller, Bio-Bauer aus Zwettl, Oberhof, blickt gegen den Himmel und wünscht sich von dem dort oben besseres Wetter.