Diebstahl: Schüler-Kunstwerk verschwindet nach und nach. Schüler errichteten ein Kunstwerk aus Holzscheiten. Unbekannte „bedienten“ sich bereits zum zweiten Mal daran. „Wer es auch war, hat keinen Anstand“, sagt Direktor Ambros.

Von Markus Füxl. Erstellt am 15. März 2019 (05:00)
Adelheid Kamin
Bei der Errichtung standen vor dem Kunstwerk: Bernhard Gattringer, Michael Gintenreiter, Mario Huber (vorne) sowie Johannes Auer, Niklas Atteneder, Jakob Steinbauer, Christian Gottsbachner und Gerhard Hinterholzer.

Stück für Stück verschwindet gerade ein Kunstwerk in Langschlag: 2016 hatten Schüler der Polytechnischen Schule (PTS) Griesbach beim Frauenwieserteich Holzscheite so geschlichtet, dass ein liegender Baum darin Platz fand.

„Mich überrascht es, dass jemand so dreist sein kann."Bürgermeister Andreas Maringer

Von der elf Meter langen Installation fehlen seit Kurzem einige Scheite. „Mich überrascht es, dass jemand so dreist sein kann. Der Platz ist gut besucht, dort sind ständig Langläufer und andere Leute unterwegs. Gegenüber befindet sich ein Gasthaus. Da hat jemand gute Nerven“, kommentiert Bürgermeister Andreas Maringer den Diebstahl im Gespräch mit der NÖN.

Bereits im Herbst 2018 hatten Unbekannte erstmals zugeschlagen und mehrere Holzscheite mitgehen lassen. Dass jetzt schon wieder das Kunstwerk für kostenloses Brennholz „missbraucht“ wurde, erzürnt den Bürgermeister: „Da geht es nicht um den Wert des Brennholzes, sondern darum, dass ein Kunstwerk der Schüler zerstört wird.“

Bürgermeister und Direktor sind enttäuscht

Auch Direktor der PTS Griesbach, Martin Ambros, ist enttäuscht: „Hier wurde nicht bloß Holz gestohlen. Die Schüler haben ihre Freizeit in das Projekt investiert und waren von der Ideenfindung bis zur Fertigstellung dabei.“ Er könne sich nicht vorstellen, dass der Dieb aus der Region kommt. „Die Person hat keinen Anstand“, sagt er.

Adelheid Kamin
Weil vom Kunstwerk mehrere Holzscheite gestohlen wurden, ist das Ende des Baumstammes von farblich hellerem Holz bedeckt, als beim Rest der Installation.

Maringer überlegt, in Zukunft Hinweistafeln aufzustellen. Er bittet die Bevölkerung, noch stärker auf das Kunstwerk aus Holz aufzupassen. Weil viele Scheite fehlen, ragt der Baum an einem Ende des Kunstwerks heraus. Auch farblich ist das Kunstwerk nicht mehr stimmig, weil die Holzscheite, die durch den Diebstahl zum Vorschein kamen, heller sind als der Rest.

Der Bürgermeister plant, die gestohlenen Holzscheite wieder aufzufüllen, was auch Ambros für eine gute Idee hält.