Südliches Waldviertel: 20 aktuelle Projekte. Die Ergebnisse einer Studie, wie lebenswert die Leaderregion Südliches Waldviertel ist, wurden präsentiert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Juli 2020 (05:31)
Bei der Generalversammlung im Gasthaus Mostlandl: Georg Strasser, Thomas Heindl, Franz Freitag, Dieter Holzer, Markus Speringer und Martin Heintel (von links).
Anna Falter/Leaderregion

Die Generalversammlung der Leaderregion Südliches Waldviertel – Nibelungengau fand mit Vertretern der 33 Mitgliedsgemeinden und den Arbeitsgruppen statt.

„Um ungestört weiter arbeiten zu können, haben wir Ende April digital eine Vorstandssitzung abgehalten“, informierte Obmann Dieter Holzer zu Beginn. Welchen Wert Leader für die ländliche Region hat, wurde an dem Abend deutlich gemacht. „Leader ist die einzige Initiative in der EU, wo die Region selbst entscheiden kann, welche Projekte unterstützt und welche Strategien verfolgt werden sollen“, betonte Geschäftsführer Thomas Heindl. Die Leaderregion Südliches Waldviertel – Nibelungengau liegt dabei mit bisher 77 bewilligten Projekten im NÖ-Schnitt sehr weit vorne. Innerhalb der letzten 15 Jahre konnten regionale Projekte in Höhe von etwa 50 Millionen Euro realisiert werden.

Bildungsangebot im ländlichen Raum

Im Moment befinden sich 20 Projekte in der Pipeline. Das Leader-Projekt „Lernende Region“ soll durch Digitalisierung mehr Aufschwung erfahren. „Wir möchten ein Bildungsangebot im ländlichen Raum schaffen, damit Leute nicht in die Großstadt fahren müssen. Webinare wären da eine Möglichkeit“, erklärt Heindl.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Projekt „Lebenswertindex“. Markus Speringer und Martin Heintel vom Institut für Geographie und Regionalforschung an der UniWien haben sich in ihrer Studie damit beschäftigt, wie lebenswert die Region ist. Bei der Generalversammlung präsentierten sie ihre Ergebnisse. Dabei stellte sich heraus, dass die Natur, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gesundheit, innovative Arbeitgeber und auch die mobile Erreichbarkeit starke Vorzüge der Gemeinden sind. Auf Basis der Studie werden nun Handlungsfelder für konkrete Entwicklungsstrategien definiert.