Volksschule Martinsberg feierte 50er mit Theaterstück. Bei einer Feier zu 50 Jahre Volksschule Martinsberg begeisterten Kinder mit einem Theaterstück. Sie traten dabei als bekannte Persönlichkeiten des Ortes auf.

Von Markus Füxl. Erstellt am 27. Juni 2018 (04:20)

Mit einem großen Festakt feierte die Volksschule Martinsberg am 22. Juni ihr 50-jähriges Bestehen.

Direktorin Elfriede Juster begrüßte im Martinssaal die Schüler und Eltern sowie zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Friedrich Fürst. Er lobte in seiner Begrüßung den Einsatz des Lehrerkollegiums und betonte: „Mit unserem Kindergarten, der Kinderbetreuung und der Volksschule können wir unsere Kinder von null bis zehn Jahren an einem Standort betreuen.“

Bleibt so brav, wie ihr seid. Dann haben eure Eltern und Lehrer viel Freude mit euch!Bürgermeister Friedrich Fürst zu den Volksschulkindern

Fürst strich heraus, dass das Schulgebäude über die Jahre hinweg immer wieder verbessert und neu ausgestattet wurde.

In die selbe Kerbe schlug Pflichtschulinspektor Fritz Laschober, der meinte: „Eine kleine aber feine Schule feiert heute. Ein Schulhaus wird erst dann zur Schule, wenn es mit Leben gefüllt ist, so wie hier.“ Laschober lobte das Engagement der Lehrerinnen und der Direktorin und überreichte ihnen das Dekret „Dank und Anerkennung“ von Bildungsdirektor Johann Heuras.

Dank und Anerkennung gab es auch von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. In ihrer Festrede richtete sie sich mit einem Appell an die Kinder: „Wenn ihr selbst Kinder habt, erinnert euch an die schöne Zeit in dieser Schule zurück.“
Auch Bezirkshauptmann Michael Widermann wagte einen Blick in die Zukunft: „Um als Staatsbürger von morgen unser Land zu beleben, braucht es das geistige Rüstzeug, das hier vermittelt wird. Hier lernt ihr nicht nur Lesen, Rechnen und Schreiben, sondern auch, wie man miteinander umgeht.“

Zeitkapsel befüllt

Gerade dieses Motto: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ zeigten die Kinder im Anschluss in einem Theaterstück: Darin übernimmt ein neuer Aushilfslehrer eine Klasse in Martinsberg. Gemeinsam verbringen sie einen Schultag und treffen auf Persönlichkeiten aus dem Ort, darunter etwa Bürgermeister Friedrich Fürst, gespielt von seinem Enkel Luca. Nebenbei kaufen die Kinder Gummibären bei Nahversorger Johann Hobl, gespielt von Josef Hobel und treffen auf Gemeindearbeiter Anton Köfinger, gespielt von Manuel Schwarzl, und seinen Traktor.

Als Erinnerung an diesen Tag befüllten die Kinder eine Zeitkapsel und übergaben sie an Bürgermeister Friedrich Fürst.

Die Besucher konnten im Anschluss an den Festakt die liebevoll geschmückten Klassenräume erkunden. Zum Abschluss ließen Kinder und Eltern Luftballons im Freien steigen.

 

Schule im Wandel

1964-1968: Neubau der Volksschule, da das alte Gebäude nicht mehr erhaltenswert war.
1973: Das Gebäude wurde in eine Hauptschule umgewidmet. Man wollte an anderer Stelle eine Volksschule bauen. Dazu kam es nie, an anderer Stelle wurde 1978 eine Hauptschule eröffnet.
1982: Direktor Erich Augé trat in den Ruhestand. Josef Rehberger wurde sein Nachfolger.
1985: Sanierung der Westfassade.
1987: Renovierung der Ostseite der Volksschule.
1990: Bildung einer zweiten Kindergartengruppe.
2008: Elfriede Juster übernimmt die Leitung der Schule.
Mai 2018: Neuanstrich der Ostfassade der Volksschule.