"Man(n) trägt rosa". Intendantin Manuela Seidl konnte für die französische Boulevardkomödie auch ORF-Gesicht Günter Tolar gewinnen.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 20. August 2014 (00:01)
Theaterherbst-Intendantin Manuela Seidl - die hier vor dem Hundertwasserbrunnen in Zwettl posiert - spielt in »Man(n) trägt rosa« die Melle Bertrand.
NOEN, Peter Faschingleitner

ZWETTL /  „Man(n) trägt rosa“ heißt es Ende September, Anfang Oktober in Zwettl, wo erstmals der „Theaterherbst Grenzenlos“ gastiert, und zwar mit einer französischen Komödie. Am Montag begannen die Proben, auch der Kartenvorverkauf läuft bereits.

Sieben Jahre war der „Theaterherbst“ in Gmünd zu Hause, dann suchte man eine neue Location – und fand sie im Stadtsaal Zwettl, der dafür dank seiner professionellen Ausstattung bestens geeignet ist, wie Intendantin Manuela Seidl – die Schauspielerin aus Weitra spielt auch selber mit – betont.

Als Francois zufällig von seiner bevorstehenden Kündigung erfährt, überlegt er sich zusammen mit seinem Nachbarn, wie er sich wohl dagegen wehren könnte. So verbreiten sie unter der Fabrikbelegschaft eine Fotomontage, die ihn in einer ziemlich eindeutigen Situation mit einem anderen Mann zeigt. Und siehe da: Francois‘ Chef nimmt die beabsichtigte Kündigung wieder zurück. Und auch sonst hat dieses „Outing“ allerhand Folgen… Das ist – in Kürze – der Inhalt des Stückes von Francis Veber, das unter der Regie von Marius Schiener aufgeführt wird. „Es ist eine Komödie mit Happy End-Garantie“, verspricht Manuela Seidl, die als Intendantin für (fast) alles verantwortlich zeichnet: von der Stückauswahl (gemeinsam mit Regisseur Schiener) bis zum Engagement der Schauspieler, vom de Suche nach Sponsoren bis zum Bühnenaufbau… „Rund einhalb Jahren Vorlaufzeit stecken dahinter“, so Seidl, die das Ziel des „Theaterherbstes Grenzenlos“ folgendermaßen beschreibt: „Die Welt ein bisschen mehr zusammenwachsen zu sehen und das Kleine im Großen zu erkennen, Gemeinsamkeiten zu finden und einfach den Menschen im Menschen wahrzunehmen, ohne vorher seine Herkunft zu ergründen.“ Es soll ein „spannender, bezaubernder und sicherlich bereichernder Abend sowohl im künstlerischen als auch im zwischenmenschlichen Bereich“ werden, verspricht die Intendantin.

 

Sechs Vorstellungen (siehe Infobox) stehen in Zwettl auf dem Programm, Premiere ist am Donnerstag, 25. September. Dazu kommen vier Schülervorstellungen sowie ein Gastspiel im Theater Akzent in Wien am 10. Oktober. Begleitend zum Festival gibt es außerdem eine Karikaturausstellung im Foyer des Stadtsaals, wo Oliver Ottitsch eine Werkauswahl zeigen wird. Die Proben sind Anfang dieser Woche angelaufen, ab 18. September wird dann direkt in Zwettl geprobt.