Suchaktion im Stausee Ottenstein. Mann ging am Samstag beim Schwimmen unter, von ihm fehlt jede Spur.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 25. Juni 2017 (19:38)

Nach wie vor suchen Taucher der Wasserrettung sowie der Feuerwehr den Stausee Ottenstein im Bereich „Deckerspitz“ bei Mitterreith (Zwettl) nach jenem Mann ab, der am Samstag in den späten Nachmittagsstunden im Wasser untergegangen ist. Von ihm fehlt auch nach Stunden noch jede Spur.

Großalarm  wurde am Samstag gegen 17 Uhr ausgelöst, nachdem Badegäste am Stausee beobachtet hatten, wie ein Schwimmer in den Fluten untergegangen war. Zuvor hatte er dem Vernehmen nach noch versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Binnen kurzer Zeit waren zahlreiche Einsatzkräfte und auch der Rettungshubschrauber vor Ort. „Unglaublich, wie schnell Feuerwehren und Rettungskräfte mit der Suche begonnen haben“, erzählt ein Badegast der NÖN. Die Liegewiese und der See waren zu dieser aufgrund des schönen und heißen Wetters stark frequentiert.

Wasser ist sehr trüb

Diese Suche nach dem Mann gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Samstag-Abend musste sie bei einbrechender Dunkelheit abgebrochen werden, am Sonntag-Morgen wurde sie sehr zeitig wieder aufgenommen. Schwierig gestaltet sich die Suche auch deshalb, da das Wasser sehr trüb ist und die Sicht auf wenige Zentimeter einschränkt. Die Taucher können sich mehr oder weniger nur auf ihren Tastsinn verlassen.

 Das Wasser an dieser Stelle ist rund 15 bis 20 Meter tief. Am Sonntag-Abend waren noch zwei Einsatzgruppen vor Ort, der Tauchdienst der Feuerwehr Waldviertel Nord und West sowie die Wasserrettung NÖ (Allentsteig und St. Pölten). Sie haben auch heute wieder mehrere Tauchgänge (gesucht wird in Tauch-Ketten) hinter sich.

Identität steht bereits fest

Man hofft, den Vermissten noch heute zu finden und bergen zu können, auch deshalb, da heute – an einem Sonntag - mehr Taucher zur Verfügung stehen, da es sich all samt ja um Freiwillige handelt.

Die Identität des Vermissten dürfte bereits feststehen, da einerseits sein Auto am Parkplatz zurückblieb, er andererseits abends nicht nach Hause kam. Es dürfte sich um einen etwa 50-jährigen Mann aus dem Raum Zwettl handeln.