Ortszentrum wird belebt. Alles neu zum Jubiläum / Martinsberg realisiert gemeinsam mit der Pfarre das lang ersehnte Veranstaltungs- und Kulturzentrum. Im Herbst 2015 soll es fertig sein.

Von René Denk. Erstellt am 02. September 2014 (08:37)
NOEN, René Denk
Bürgermeister Friedrich Fürst und Pfarrer Gerhard Gruber auf der Baustelle. Sie freuen sich auf das gemeinschaftliche Projekt, für die Realisierung setzten sich beide stark ein.

Seit rund 24 Jahren gibt es den Wunsch nach einem Veranstaltungssaal in der Marktgemeinde. Bereits vor 20 Jahren wurde dazu auch ein Plan für den Gemeindesaal erstellt, der neben das Feuerwehrhaus hätte kommen sollen. „Aus finanziellen Gründen wurde der Bau immer wieder verschoben. Aber jetzt ist es endlich soweit“, freut sich Bürgermeister Friedrich Fürst. Das Veranstaltungs- und Kulturzentrum wird aber nicht beim Feuerwehrhaus aufgestellt, sondern beim ehemaligen Pfarrheim in Anbindung an den Pfarrhof.

Der Saal wird rund 20 Meter lang und 13 Meter breit werden. Der Eingang führt in das Foyer, das Pfarrhof und Veranstaltungssaal ebenerdig verbinden soll. Im Pfarrhof, der ebenfalls von Pfarre und Diözese saniert wird, sollen eine neue Küche und neue Sanitäranlagen für die Veranstaltungen entstehen. Der Saaltrakt wird auf das Erdgeschoß des ehemaligen Pfarrheimes aufgebaut. Das Pfarrheim bleibt dabei bestehen und wird mit einer Stiege verbunden. Da der Saal größer ist als der Grundriss des Heimes, wird dieser unten zusätzlich gestützt werden.

Bürgermeister Fürst freut sich, dass er mit dem Projekt mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt: „Diese Variante ist mit einer Projektsumme von fast 900.000 Euro die billigste. Weitere Varianten wären ein Neubau beim Feuerwehrhaus und die Restaurierung des ehemaligen Gasthauses Pritz gewesen. Mit diesem Standort beleben wir zudem den Ortskern. Außerdem wurde durch dieses Projekt auch die Diözese dazu angeregt, den Pfarrhof zu sanieren, das heißt, wir verhindern den Verfall von Pfarrhof und Pfarrheim im Ortskern!“

Zusammenarbeit mit Kirche hervorragend

Die Idee dazu hatte Diakon Karl Mayerhofer. Der Bürgermeister arbeitete gemeinsam mit ihm und Pfarrmoderator Gerhard Gruber an einer raschen Umsetzung des Projektes. Gruber und Fürst arbeiteten auf der Baustelle auch schon selbst mit. „Die Zusammenarbeit mit Mayerhofer und Gruber war hervorragend. Wir konnten das Projekt sehr rasch in Bewegung bringen, da kamen uns die Diözese und das Land stark entgegen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn so können wir spätestens im Herbst nächsten Jahres das 875 Jahr-Jubiläum der Pfarre im neuen Saal feiern“, sagt der Bürgermeister.

Da man aus der Geschichte lerne, hat der Bürgermeister auch einen Benützungsvertrag mit der Pfarre sowie der Diözese auf 50 Jahre geschlossen. „Den Saal darf grundsätzlich jeder benützen, es sei denn es handelt sich um Veranstaltungen gegen die Kirche oder Veranstaltungen mit radikalem Hintergrund“, erklärt Fürst. Weiters betont er, dass es viele Veranstaltungen in Martinsberg gäbe, die bisher im Provisorium unter dem Gemeindeamt stattfanden.

Von den 900.000 Euro bezahlen 100.000 Euro Pfarre bzw. Diözese, rund 350.000 Euro wird der Saal die Gemeinde kosten. Die Gemeinde finanziert den Saal über ein zinsgefördertes Darlehen, dass sie die nächsten 15 Jahre abbezahlt.