Wandern durch eine "geheimnissvolle Landschaft".

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 07. Juni 2017 (17:15)

Im Zuge der Eröffnung der „ECHTdeckungsrouten“ und des damit verbundenen Wanderopenings wurde am Pfingstmontag, 5. Juni, am Ufer des Edlesbergersees, dort, wo sich der Ysper-Weitental-Rundwanderweg und der Kremstalweg treffen, auch eine neue Sitz-Skulptur enthüllt.
An die 600 Wanderer nahmen an diesem Tag Teilstücke der beiden Wanderwege, von Bärnkopf bzw. Bad Traunstein aus startend, in Angriff, um sich danach am See – musikalisch empfangen vom Musikverein Martinsberg unter der Leitung von Kapellmeister Andreas Sandler – zur Enthüllung der Skulptur, die von den Zwillingsschwestern Christine und Irene Hohenbüchler geschaffen wurde, zu treffen. Bürgermeister Friedrich Fürst konnte neben vielen Wanderern auch zahlreiche Ehrengäste dazu begrüßen. Ewald Haider, Obmann des Tourismusverbandes Ysper-Weitental, und Dieter Holzer, Sprecher der ARGE Kremstal, stellten die beiden adaptierten Wanderwege vor, den rund 170 km langen Ysper-Weitental-Rundwanderweg und den rund 90 km langen Kremstalweg.

Wandern hat hier lange Tradition Tourismus-Chef Andreas Schwarzinger wies auf die große Bedeutung des Wanderns im Waldviertel hin: „Wandern hat hier Tradition. Das südliche Waldviertel war die erste zertifizierte Wanderregion in Österreich“, erklärte Schwarzinger. Für ihn seien die wichtigste Basis und die große Stärke der beiden Wege „die Perlenkette an Natur-Highlights“ entlang der Strecken.
Nach einer Idee des ehemaligen Gutenbrunner Bühnenwirten Dieter Juster werden die „ECHTdeckungsrouten“ übrigens zu einem „Lebensweg“ mit 14 Abschnitten ausgebaut, um dem Projekt Nachhaltigkeit zu geben. 23 Gemeinden sind in diesen Themenweg eingebunden.

Eine Art Kommunikationsmöbel

Die Künstlerin Barbara Holub stellte anschließend die beiden international agierenden Künstlerinnen Christine und Irene Hohenbüchler vor, wobei Christine Hohenbüchler über die Skulptur sprach, die den Titel „Schwemmen“ trägt. „Es ist eine Art Kommunikationsmöbel, das einladen soll zum Sitzen, zum Rastmachen, in dieser Landschaft hier, die etwas sehr Geheimnisvolles hat“, erklärte Hohenbüchler. Nachdem sich das Kunstwerk mit dem Thema „Schwemmen“, einer einst in dieser Gegend weitverbreiteten Arbeit, auseinandersetzt, habe sich die „sehr komplexe Arbeit erst auf den zweiten Blick in ihrer Komplexität offenbart und sich gezeigt, dass die Skulptur eigentlich ein Denkmal ist, mit dem die Tradition des Flößens wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerufen wird“, so Holub.

„Diese beiden Wege, die anlässlich der Landesausstellung im Schloss Pöggstall adaptiert wurden, sind schon etwas Besonderes für unsere Region“, betonte Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger in ihrer Eröffnungsrede. „Wir sind sehr stolz, dass die Landesausstellung heuer in unserer Region stattfindet“, so Fichtinger, auch wenn sie „eine Herausforderung für uns alle ist, der wir uns aber gerne stellen“. Die Abgeordnete wünschte, dass im Zuge der Landesausstellung viele Menschen „unsere besonderen Fleckerln besuchen“.
Anschließend wurde die Skultur enthüllt – und auch gleich ausprobiert.